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  • 25.05.2016, 07:39 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Umweltwirtschaft

Bürgerorientiert, dezentral und verlässlich

Das Münsterland hat seine Ziele für den Masterplan Umweltwirtschaft NRW formuliert Standortforum des NRW-Umweltministeriums im Batterieforschungszentrum MEET.

Die Energieversorgung der Zukunft muss bürgerorientiert sowie dezentral organisiert sein und auf verlässlichen Rahmenbedingungen basieren. Auf diesen Konsens haben sich die rund 60 Teilnehmer des Standortforums Umweltwirtschaft Münsterland beim gestrigen Zusammentreffen im Batterieforschungszentrum MEET in Münster geeinigt – und damit das NRW-Umweltministerium beauftragt, diese Aspekte im Masterplan für die Umweltwirtschaft aufzunehmen. Der Masterplan soll diesen Sommer abgestimmt und im Herbst 2016 veröffentlicht und umgesetzt werden.

Um auch regionale Besonderheiten beachten zu können, tourt das Umweltministerium zurzeit mit dem Standortforum durch NRW. Die Veranstaltung für das Münsterland wurde gemeinsam mit dem Münsterland e.V. organisiert. „Die Umweltwirtschaft gehört zu den Spitzenleistungen unseres Standorts, mit denen wir unsere Sichtbarkeit als absolute Erfolgsregion erhöhen. Es ist daher wichtig, dass darüber Einigkeit besteht“, sagte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V. Auch dazu diente die gestrige Veranstaltung.
In drei Workshops haben die Teilnehmer die Stärken, Schwächen, Perspektiven und Handlungsempfehlungen für die Umweltwirtschaft im Münsterland herausgestellt. „Die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Forschung und Förderung ist der Schlüssel für die Umsetzung des Masterplans“, erklärte Prof. Dr. Christoph Wetter von der FH Münster. „Wir brauchen aber auch eine Vereinfachung der Genehmigungen. Wer zum Beispiel eine Biogasanlage bauen möchte, muss den Antrag dafür 17-fach einreichen – nur damit die hauptverantwortlich beteiligten Behörden arbeiten können.“

Das Handwerk muss laut Ulrich Ahlke, Leiter des Amts für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt, eine ebenso wichtige Rolle in der Umweltwirtschaft spielen. „Wer ein Gebäude energetisch sanieren lässt, hat ungern mit fünf verschiedenen Handwerkern zu tun. Hier sind bessere Absprachen nötig“, erklärte er. Doch zunächst müssten viele Handwerksbetriebe erst einmal an die Umwelttechnologien herangeführt werden.

Uwe Hoolt vom MEET forderte als Bilanz des Workshops unter seiner Leitung vom NRW-Umweltministerium, dass es kein Schwarz-Weiß-Denken in der Technik geben dürfe. „Wir müssen alle Stärken zusammenbringen und ideologiefrei den optimalen Schnittpunkt finden.“

Die Umweltwirtschaft im Münsterland
Die Umweltwirtschaft gehört laut Umweltwirtschaftsbericht NRW zu den wachstumsstärksten Wirtschaftszweigen im Münsterland. Auf den verschiedenen Teilmärkten arbeiten rund 40.000 Beschäftigte, NRW-weit sind es rund 320.000. Stärkstes Segment im Münsterland mit knapp 7.200 Erwerbstätigen ist der Markt für Energieeffizienz und Energieeinsparung.

(Redaktion)


 


 

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