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  • 10.01.2013, 13:34 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Unternehmen in Hochform

Laufspezialist "Brooks" will in Münster bleiben

Über seine Zukunft denkt derzeit der amerikanische Laufspezialist Brooks nach. Ob das Unternehmen selbst neu bauen wird oder weiter mietet, das soll sich bis Mitte 2013 klären. Der Mietvertrag auf der Loddenheide läuft In zweieinhalb Jahren aus. Das Unternehmen möchte dann aber auf jeden Fall in Münster bleiben.

Die Entscheidung ist gefallen: Brooks wird mit seinem Deutschlandvertrieb in Münster bleiben, sagt Heiner Ibing. Der Mietvertrag des Laufsportspezialisten am Martin-Luther-King-Weg 28 (Loddenheide) läuft zwar erst in zweieinhalb Jahren aus, dennoch möchte der Geschäftsführer der Europa- und Deutschlandzentrale bis Mitte des Jahres klären, ob Brooks in Münster weiter mieten, in eigener Regie neu bauen oder mit einem Investor liebäugeln wird. Außerdem, sagt der Chef des Tochterunternehmens, dessen „Mutter“ in Seattle sitzt, möchte Brooks in diesem Jahr in Europa insgesamt 32 neue Mitarbeiter einstellen.

Münster ist der richtige Standort

„Das Unternehmen hat keine Schwierigkeiten in dieser Stadt Mitarbeiter zu finden“, freut sich der 56-jährige Geschäftsführer der Brooks GmbH. „Schon allein deswegen glaube ich, ist Münster der richtige Standort.“ Trotzdem stößt auch bei ihm die mangelhafte Fluganbindung Münsters auf große Kritik. Brooks-Kunden bzw. Mitarbeiter reisen darum inzwischen über Frankfurt und Düsseldorf. Auch der Brooks-Geschäftsführer stand schon morgens am Flughafen in Greven, als sein Flug abgesagt wurde. Zwischenzeitlich habe sich das Unternehmen darum auch mit dem Gedanken beschäftigt, so Ibing, nach Düsseldorf oder Frankfurt abzuwandern.

Bei aller Kritik scheint sich Brooks aber in Münster seit seiner Gründung vor zehn Jahren sehr gut zu entwickeln. Fünf Jahre war Brooks zuvor unter dem Dach von Titus unterwegs. Brooks beschäftigt heute europaweit 90 Mitarbeiter, 58 davon an der Loddenheide in Münster. Im Jahr 2002 startete Brooks mit fünf Beschäftigten. Inzwischen läuft der Laufspezialist zur Hochform auf, nimmt in Deutschland unter den Laufsportspezialisten den vierten Platz ein. Auch der Oberbürgermeister und die Wirtschaftsförderung haben sich nach Angaben von Ibing für Brooks in Münster eingesetzt.

Laufen bleibt im Trend

„Laufen ist krisenfest, Laufen ist in“, sagt er und freut sich, dass sich der Barfußtrend wieder verabschiedet hat. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Brooks-Tochter, die 50 verschiedene Laufschuhe sowie Laufbekleidung und Accessoires im Portfolio hat, ein extrem starkes Wachstum, das über 40 Prozent betrug. Der normale Markt schrieb dagegen nur ein einstelliges Wachstum. Einbrüche im Geschäft erlebt man nur, so Ibing, wenn ein Winter extrem lang ist, wenn im Sommer eine Hitzewelle rollt oder wenn ein Fußball­event ansteht. Ansonsten läuft das Geschäft mit dem Laufen.

Der Erfolg „ist die Quittung für unsere zehnjährige Arbeit“ und dafür, dass Brooks sehr serviceorientiert sei. Läufer honorierten die Arbeit. Heiner Ibing sieht darum auch in diesem Jahr gute Chancen, weiter zu wachsen. „Was immer wir tun, es geht darum, dem Läufer den besten Lauf seines Lebens zu ermöglichen”, sagt Heiner Ibing. Darum werden jedes Jahr neue Modelle entwickelt. „Der Verbraucher nimmt uns ab, das wir Spezialisten sind.“

Die Brooks Sports GmbH in Münster beliefert inzwischen 23 Länder der EMEA–Region (Europe, Middle East, Africa) und wird in der Entwicklung von der Sporthochschule Köln unterstützt. 700 Händler in Deutschland arbeiten mit dem Unternehmen zusammen. Insgesamt, schätzt Ibing, existierten in Deutschland rund 3.000 Verkaufsstellen. Er sieht darum weiteres Wachstumspotenzial.

(Redaktion)


 


 

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