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  • 17.10.2013, 11:39 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Unternehmerfrühstück Münster

Unternehmer drehen im Mukk richtig auf

Im Kinderparadies fühlen sich auch Erwachsene zu Hause. Zwischen Glitzertäschchen und Gummitierchen, Trillerpfeifen und Trecker durften die Gäste im Kinderkaufhaus Mukk am Alten Fischmarkt am Mittwochmorgen beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsförderung Münster ihren Kaffee und ihre Häppchen genießen.

Jürgen Budke, Inhaber von „Münsters ungewöhnlichem Kinderkaufhaus Mukk“, servierte dazu den rund 140 Gästen eine Portion Optimismus. Er ist überzeugt, dass inhabergeführter Einzelhandel auf Dauer Bestand haben wird. Wenn der Internethandel seine Preise anheben muss. Und das, sagt Budke, werde nicht mehr lange dauern, wenn dieser Handel aus den roten Zahlen kommen möchte.

Der Einzelhandel schafft es aber auch ohne E-Commerce zu überleben, davon ist Budke überzeugt. Vorausgesetzt, der Einzelhändler schaffe Atmosphäre und vergesse dabei Beratung, Service und Emotionen nicht. Jürgen Budkes Rede war kurz und knackig – begleitet von Vogelgezwitscher aus den Spielzeugregalen. Und natürlich blieb noch Zeit für eine Testfahrt auf der Carrera-Bahn.

Der Mukk-Betreiber warb für sein in der heutigen Wettbewerbssituation nicht mehr übliches Geschäftsmodell. „Hier können Sie Spiele anfassen und live erleben.“ Budkes Modell funktioniert seit Jahrzehnten. Mit dem Umzug von Mukk und dem Geschäft Königskinder  &  Rebellen vor exakt einem Jahr an den Alten Fischmarkt wuchs Mukk nach eigenen Angaben zum größten inhabergeführten Kinderkaufhaus in Deutschland. Ein solches Geschäft gebe es weder in Hamburg oder Berlin, dafür aber in Münster.

E-Commerce als „Internet-Tsunami“

Budke bezeichnete den E-Commerce als „Internet-Tsunami“. Dabei habe Deutschland schon immer gerne aus dem Katalog bestellt, diese seien durch das Internet abgelöst worden. Doch der „Rückschick-Wahn“ der Internet-Käufer koste die Unternehmen wahnsinnig viel Geld. In ein bis zwei Jahren, sagte Budke, werde sich dieser Handel darum verändern.

Bei den Kunden stünde heute oft der Preis im Vordergrund. Bei ihm das Erleben, die Beratung und der Service, so der Mukk-Chef. Ihre Hotspots im Geschäft seien beispielsweise das Kinderkarussell sowie der Reparaturservice in der Puppenabteilung. „Und wenn sich ein Rad von einem Kinderwagen löst“, sagte Carmen Budke, dann stünden sie bereit.

Jürgen Budkes Fazit: Online-Geschäfte in den richtigen Händen, dagegen sei nichts einzuwenden. Aber er warnte vor Plagiaten aus Asien und vor mangelhafter Qualität.

(Redaktion)


 


 

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