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  • 26.11.2013, 15:39 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Steinfurt
Unternehmerfrühstück von WESt und IHK

Innovationskraft der Unternehmen in der Region ist riesig

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ Diese Einschätzung des Aphoristikers Georg Christoph Lichtenberg ist für Prof. Dr. h. c. Josef Gerstner, Geschäftsführer der KTR Kupplungstechnik GmbH in Rheine und Gastgeber des 8. Unternehmerfrühstücks, auch heute noch gültig.

Das verdeutlichte er im neuen Tacke Communication Center vor mehr als 50 Unternehmern aus dem Kreis Steinfurt. Sie waren der Einladung der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt) und der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK) gefolgt. Landrat Thomas Kubendorff betonte die Bedeutung der unternehmerischen Innovationskraft für den Erfolg der Region. Um das Münsterland als zukunftsfähige Wirtschaftsregion einer breiten Bevölkerung bekannter zu machen, vergebe Münsterland e.V. regelmäßig den Innovationspreis Münsterland. Er, so Kubendorff, freue sich, dass dabei immer wieder Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt ausgezeichnet würden.

Klaus Weßendorf, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Regionalaussschusses für den Kreis Steinfurt, beleuchtete die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage. Danach bewerten 39 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage als „gut“ und glauben, dass die Geschäfte zukünftig noch besser laufen werden. Sorge bereitet ihm allerdings, dass die positive Entwicklung vor allem dem privaten Konsum zu verdanken ist und der Export vergleichsweise nur einen geringen Anteil daran hat.

Intensive Suche nach Fachkräften

Dass gut ausgebildete Fachkräfte bereits knapp sind, belegt die Umfrage ebenfalls: Zwei Drittel der befragten Betriebe kann angebotene Stellen derzeit nicht besetzen. Mehr als zwei Drittel suchen intensiv Nachwuchskräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung sowie Meister, Fachwirte und Fachkaufleute. Klaus Weßendorf riet den Unternehmern, sich die Alters- und Qualifikationsstruktur ihrer Belegschaft genau anzusehen und vor allem verstärkt selbst auszubilden. Er warb dafür, auf Schulen zuzugehen und den Kontakt zu den Lehrern zu suchen. Die IHK Nord Westfalen helfe dabei, dass feste Partnerschaften zwischen Betrieben und Schulen entstehen.

Einen neuen Ansatz, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen, präsentierte Josef Gerstner. Das Unternehmen mit 850 Mitarbeitern, davon 370 in Rheine, hat sich schon immer neuen Markterfordernissen gestellt. Als weltweit führender Hersteller von Komponenten für die Antriebstechnik werden seit der Gründung 1959 Kupplungen produziert. Längst werden auch Bremsen und Kühler entwickelt. Einen ganz neuen Schritt ist KTR im vergangenen Jahr gegangen: Erstmals wurde ein Innovationsteam, bestehend aus vier Ingenieuren, etabliert. Diese Mitarbeiter sind nicht in den normalen Produktionsprozess integriert. Ihre Aufgabe ist vielmehr, über den Tellerrand hinaus zu schauen und auf diese Weise die Entwicklungen im Betrieb voranzubringen. Die bisherigen Erfahrungen bestätigen dieses Vorgehen.

Wolfgang Bischoff, Geschäftsführer WESt, rundete das Eingangszitat von Prof. Gerstner ab mit einem Hinweis auf die gut aufgestellte Region und seine starken Unternehmen: „Um gut zu bleiben, müssen wir besser werden. Denn das Gute ist der Feind des Besseren."

(Kreis Steinfurt)


 


 

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