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  • 04.07.2013, 10:10 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Verbraucherzentrale

Airlines vor Gericht

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Nach den Reiseveranstaltern knöpft sich die NRW-Verbraucherzentrale nun die Fluggesellschaften wegen zu hoher Vorauszahlungen vor. Das Vorauszahlungs-Prinzip sei ein klarer Verstoß gegen den Grundsatz „Ware gegen Geld“.

Gegen fünf Airlines haben die Düsseldorfer Verbraucherschützer Klagen eingereicht, weil diese schon bei der Ticketbuchung auch mehrere Monate im Voraus den vollen Flugpreis verlangen. Das sei ein klarer Verstoß des Prinzips „Ware gegen Geld“, begründete Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale, das Vorgehen. Zuvor waren die Gesellschaften bereits abgemahnt worden. In ähnlichen Verfahren gegen Reiseveranstalter hatte das Landgericht Frankfurt eine Anzahlung von 20 Prozent für rechtmäßig erklärt.

Mit den Klagen gegen Air Berlin, Condor, Germania, Lufthansa und Tuifly wollen die Verbraucherschützer Vorauszahlungsgrenzen erreichen. „Der Flugpreis sollte frühestens 30 Tage vor Abreise fällig werden“, forderte Müller. Eine Anzahlung durch die Kunden solle an eine Insolvenzabsicherung gebunden sein, wie sie auch für Reiseveranstalter gilt. Bisher gelte im Falle einer Pleite: „Der Fluggast trägt das Risiko.“ Mit einem voll bezahlten Flugpreis habe der Kunde auch kein Druckmittel, wenn die Airline einseitig die Leistung verändere und etwa den Start- oder Zielflughafen ändere.

(Hilmar Riemenschneider)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Gunnar A. Pier / WN


 

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