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  • 01.07.2013, 14:49 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Vergleich beendet Streit

Der Abrissbagger kann kommen

Die Stadt und der Bauverein Ketteler haben ihren Streit um den Abriss eines Altbaus am Kappenberger Damm mit einem Vergleich beigelegt. Danach kann der 20er-Jahre-Siedlungsbau dem Erdboden gleich gemacht werden. Dafür soll an seine Stelle ein Neubau entstehen, der seinem Vorgänger in der Optik ähnelt. Auf diesem Weg soll die städtebauliche Wirkung in dem Quartier nicht gestört werden.

Die Stadt und der Bauverein Ketteler haben ihren Streit um den Abriss eines Altbaus am Kappenberger Damm mit einem Vergleich beigelegt. Danach kann der 20er-Jahre-Siedlungsbau dem Erdboden gleich gemacht werden. Dafür soll an seine Stelle ein Neubau entstehen, der seinem Vorgänger in der Optik ähnelt. Auf diesem Weg soll die städtebauliche Wirkung in dem Quartier nicht gestört werden.

Über die genaue Ausgestaltung des Neubaus laufen derzeit Gespräche zwischen dem städtischen Bauordnungsamt und dem Bauverein, der Eigentümer des Hauses ist. Die Abrissarbeiten sollen nach Auskunft von Elke Dickmann, Vorstand des Bauvereins, Mitte Juli beginnen.

Beide Seiten hatten sich, wie jetzt bekannt wurde, bereits am 19. April auf diesen Vergleich geeinigt. Am 2. Mai erteilte die Stadt daraufhin die Abrissgenehmigung.

Gütliche Einigung nach monatelangem Streit

Mit der gütlichen Einigung wurde ein monatelanger Streit beendet. Der genossenschaftliche Bauverein will das Gebäude mit seinen 19 Wohnungen abreißen lassen, um an gleicher Stelle „preiswerten Wohnraum“ zu schaffen. Das seit 2009 leerstehende Gebäude am Kappenberger Damm, Ecke Franz-Hitze-Straße, sei zu marode, um es wirtschaftlich sinnvoll sanieren zu können, heißt es.

Der städtische Planungsausschuss hatte die beantragte Abrissgenehmigung jedoch verwehrt. Begründung: Der Altbau aus dem Jahr 1927 sei „gestalterisch gelungen“. Zudem habe es der Eigentümer versäumt, das Gebäude rechtzeitig zu sanieren. Im vergangenen Oktober sahen sich deshalb Stadt und Bauverein vor dem Verwaltungsgericht wieder. Die Richter hatten damals den Vergleichsvorschlag unterbreitet, der jetzt Grundlage für den Vergleich bildete.

Die Verhandlungen stehen noch am Anfang, wie Elke Dickmann auf Anfrage bestätigte. „Wir müssen jetzt sehen, was die Stadt möchte. Diese Vorstellungen müssen wir dann in Einklang bringen mit den unsrigen.“ Vertreter der Stadt lassen sich in dieser Frage öffentlich nicht in die Karten schauen.

Grundlage für die Neubauplanungen sind überbaute Fläche und Bauvolumen des bisherigen Gebäudes, so Planungsdezernent Siegfried Thielen. In der Optik sollen sich beide Häuser ähneln – „mit einer zeitgemäßen Architektursprache“. Thielen: „Es soll kein Fremdkörper entstehen, der Neubau soll sich harmonisch in das Quartier integrieren.“

Der Bauverein Ketteler wünscht sich zügige Gespräche, um möglichst bald mit dem Bau beginnen zu können. Elke Dickmann ist zuversichtlich, dass ihr Wunsch in Erfüllung geht: „Wir werden uns einigen, denn so weit liegen wir gar nicht auseinander.“

(Jürgen Grimmelt)


 


 

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