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  • 18.03.2013, 10:12 Uhr
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  • Münster
Verkehrsaufkommen Innenstadt

Starker Autoverkehr auf dem Prinzipalmarkt

Auf dem Prinzipalmarkt in Münster ist derzeit so viel Verkehr, dass die Polizei resignierend kaum noch kontrolliert. Zu unklar sind die aktuellen Regelungen, als dass Verwarnungen ausgesprochen werden könnten. Ordnungsdezernent Heuer sieht hier „generellen Regelungsbedarf“.

Die Polizei hat resigniert. Ihr herrscht aktuell zu viel Tohuwabohu auf dem Prinzipalmarkt, sodass sie dort kaum noch kontrolliert. Die Verkehrsschilder, vor allem auf der Rothenburg, ließen zu viel Interpretationsspielraum zu, heißt es im Polizeipräsidium. „Deshalb tun wir uns mit Kontrollen und Verwarngeldern als Restriktion schwer“, sagt Sprecher Roland Vorholt.

Seitdem die Pferdegasse gesperrt und der Bereich rund um den Neubau des Landesmuseums zur Großbaustelle geworden ist, fahren täglich Hunderte Autos über den Michaelisplatz zur Bezirksregierung, zum Borromaeum oder Bischof. Die Stadt spricht von „erheblichem Verkehr auf dem Prinzipalmarkt“. Doch liegt das nur an der gesperrten Pferdegasse? Immerhin gibt es über 100 Ausnahmegenehmigungen für Autofahrer.

»Wir haben im Moment eine ungewöhnliche und auf Dauer undenkbare Situation.«

Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer sieht einen „generellen Regelungsbedarf“ für die neue Blechlawine auf dem Prinzipalmarkt. „Wir haben im Moment eine ungewöhnliche und auf Dauer vor allem an Samstagen undenkbare Situation“, sagt er. Sobald die Straßenbauarbeiten rund ums Landesmuseum erledigt sind, will Heuer eine klarere Verkehrsregelung für den Prinzipalmarkt erreichen. Dafür wird er in der zweiten Jahreshälfte das Gespräch mit der Polizei, den Anliegern und der Kaufmannschaft suchen. Dabei soll nicht nur über den Prinzipalmarkt, sondern auch über die öffentlichen Stellflächen auf dem Domplatz gesprochen werden.

Die 100 Parkplätze können seit Jahresbeginn nicht mehr angesteuert werden, weil die Pferdegasse gesperrt ist. Stadtdirektor Hartwig Schultheiß hat bereits laut darüber nachgedacht, ob die Parkplätze künftig ganz wegfallen könnten. Dagegen würden allerdings nicht nur die Markthändler, die heute schon Umsatzeinbußen verzeichnen, sondern auch die Kaufleute vom Prinzipalmarkt Sturm laufen. „Viele unserer Kunden schätzen die Nähe dieses letzten überirdischen Parkplatzes am Prinzipalmarkt. Ein Wegfall wäre für uns ein Riesenverlust“, zeigt sich deren Sprecher Nico Osthues entschlossen.

Heuer ruft zu einer ergebnisoffenen Debatte auf, bei der der Wegfall der Parkplätze nur der äußere Punkt wäre. „Wir müssen zu Beginn der Gespräche nicht schon die Antwort kennen“, betont er. Gleichwohl könne die Debatte anders als noch vor Jahren verlaufen. „Wir haben heute mehr Parkhäuser in der Innenstadt“, sagt er.

(Ralf Repöhler)


 


 

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