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  • 04.10.2013, 09:18 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Verkehrskontrollen auf A 30

Polizei kontrolliert Lastwagen und ihre Ladungen

Am Mittwoch führte die Polizei auf der A 30 umfangreiche Verkehrskontrollen durch. Sowohl Tier- und Kleintransporte als auch Gefahrgüter waren dabei im Visier der Beamten. Ziel sei es, mit den Kontrollen Druck auf die Spediteure auszuüben, damit sie ihre Fahrer sicher auf die Straße schicken.

„Socke“ sucht heute vergeblich. Der fünf Jahre alte Drogenspürhund zieht den roten Corsa mit seiner Nase auf links. Aber er findet nichts. Dabei steht der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, und das Auto ist nicht versichert. Weiterfahren ist also auch ohne Drogenfund gestrichen, und „Socke“ wird von seinem Hundeführer trotzdem mit einem Leckerli belohnt.

Nur ein Fall, aber kein Einzelfall, mit dem sich die Beamten am Mittwoch auf der A 30 beschäftigen mussten. Bei 2300 Unfällen auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Münster war in 845 Fällen ein Lastwagen beteiligt. „In 75 Prozent dieser Fälle war der Lkw-Fahrer der Unfallverursacher“, berichtet der münsterische Polizeipräsident, Hubert Wimber, bei der länderübergreifenden Aktion auf der Autobahn, an der Beamte aus NRW und Niedersachsen teilnehmen.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

„Wir müssen den Kontrolldruck hoch halten, damit die Spediteure umdenken“, sagt Wimber und lobt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, an der nicht nur die Polizei, sondern auch Zoll , Bundespolizei, Amt für Güterverkehr, Veterinäramt und sogar Abfallexperten beteiligt sind. Und sie haben gut zu tun. Die Autokontrollen wie bei dem roten Corsa machen nur einen kleinen Teil aus, die Polizisten haben den Schwerlastverkehr im Blick.

Und die alten Hasen bei der Polizei haben einen geübten Blick. „Da bekommt man mit der Zeit eine Antenne für“, meint Ann Oldiges von der Polizei in Niedersachsen. Da hilft es auch nicht, wenn der Lastwagen außen blitzblank ist und fast wie neu aussieht: „Die Reifen waren fast abgefahren und kurz davor, sich aufzulösen“, sagt die Polizistin mit Blick auf einen Transporter, der aus Litauen kommt. Ein 52-Jähriger hat derweil ebenfalls eine angeordnete Zwangspause. Er wollte eigentlich mit seinem Lastwagen nach Frankreich, die Bremsscheiben waren aber eingerissen. Jetzt steht er etwas ratlos auf dem Parkplatz und telefoniert mit seinem Chef.

„Acht potenzielle Zeitbomben haben wir bis zur Halbzeit der Kontrolle aus dem Verkehr gezogen. Das ist ein gutes Ergebnis und zeigt, dass die Kontrollen notwendig sind“, sagt Wimber. Zusammen mit den Kollegen aus Niedersachsen findet das zwar nur einmal jährlich statt. „Großkontrollen gibt es aber regelmäßig“, stellt der Polizeipräsident klar.

(Redaktion)


 


 

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