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  • 13.03.2013, 11:30 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Verkehrsunfallprävention

"Geisterradler gefährden" - Kampagne für mehr Sicherheit im Radverkehr

"Geisterradler gefährden" - unter diesem Motto startet die Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention eine Kampagne, die auf das unerlaubte Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung als eine der Hauptunfallursachen im Radverkehr hinweist.

An 17 Standorten im Stadtgebiet sollen die eigens für die Aktion konzipierten Warnschilder aufgestellt werden. Sie zeigen eine rote Hand mit einem Geisterradler und sollen Radfahrerinnen und Radfahrer stoppen, die auf der falschen Seite unterwegs sind.

Zum Auftakt der Kampagne suchten die Ordnungspartner an verschiedenen Standorten das Gespräch mit den Verkehrsteilnehmern, um diese für die Gefahren zu sensibilisieren. Sie verteilten Handzettel und stellten immer wieder klar, dass Radfahrer Radwege nur in Fahrtrichtung benutzen dürfen, es sei denn, die Radwege sind für den Gegenverkehr frei gegeben und die Querungsstellen entsprechend gesichert.

682 Unfälle mit Geisterradlern ereigneten sich in Münster zwischen 2002 und 2009. "Radfahren auf der falschen Seite ist eine gefährliche Unsitte", sagt Stephan Böhme vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung. "Besonders an Einmündungen und Grundstückzufahren kommt es schnell zu Unfällen, weil Autofahrer nicht mit Radfahrern aus der falschen Richtung rechnen." Außerdem seien die Radwege nicht breit genug für den Gegenverkehr, so dass es immer wieder gefährliche Begegnungen gebe.

Erfolgreiches Vorbild aus Bayern

Die Kampagne "Geisterradler gefährden" hat die Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention von der Verkehrswacht Bayern übernommen. Nach dem Aufstellen des Warnschildes registrierte die Verkehrswacht einen Rückgang der Unfälle mit Radfahrern um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für dieses hervorragende Ergebnis erhielt sie 2011 den Bayerischen Verkehrssicherheitspreis.

Die Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention engagiert sich seit 2007 für mehr Sicherheit auf Münsters Straßen. Zu ihren Handlungsfeldern gehören die Bereiche Überwachung und Ahndung, Bau- und Verkehrstechnik, Verkehrserziehung und Verkehrssicherheitsberatung sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Informationen zur Ordnungspartnerschaft gibt es im Internet unter www.sicher-durch-muenster.de.

(Redaktion)


 


 

Stephan Böhme
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