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  • 04.04.2014, 10:29 Uhr
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  • Münster
Verkehrsunfallprävention

Tempo 50 "lohnt sich"

Verkehrssicherheit ist und bleibt das entscheidende Thema der Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention in Münster. Da herrschte Einigkeit bei der Jahresvollversammlung der Ordnungspartnerschaft.

"Die Verkehrssicherheitsarbeit hört eben nie auf. Die Ordnungspartnerschaft setzt auch in Zukunft ihre Anstrengungen fort", resümiert Martin Schulze-Werner, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Münster.

So befasste sich denn auch die Gastrednerin Prof. Dr. Birgit Hartz (FH Münster) mit dem Thema "Toter Winkel" und Marc Oliver Stallony (WWU) mit der "Verkehrstauglichkeit" von Menschen (MPU).

Positiv fiel die Unfallbilanz des Jahres 2013 für Münster aus: "Die Umsetzung von Tempo 50 innerorts ist nachgewiesen eine der Maßnahmen, die ursächlich dazu beigetragen haben, dass die Unfallzahlen mit Personenschäden in Münster gesunken sind", stellt Udo Weiss, Leiter der Direktion Verkehr des Polizeipräsidiums Münster fest.

Weniger Verkehrsunfälle

Dass Tempo 50 sich "lohnt", illustriert die Reduzierung am Albersloher Weg mit dem Abzweig Egbert-Snoek-Straße. Bei Tempo 70 ereigneten sich im Jahr 2008 auf dem Albersloher Weg 281 Verkehrsunfälle mit 82 Verletzten und drei Toten. Bei Tempo 50 waren dies im Jahr 2013 nur noch 243 Verkehrsunfälle mit 46 Verletzen und keinem Toten. Am Abzweig Egbert-Snoek-Straße gab es bei zugelassenen 70 Stundenkilometern 17 Verkehrsunfälle mit Geschwindigkeitsbezug, im letzen Jahr bei Tempo 50 nur drei. Erstmals ist es gelungen, die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle unter das Ausgangsniveau des Jahres 2007 zu senken; die Zahl der Schwerverletzten reduzierte sich 2013 nochmals.

Bauliche Veränderungen tragen zur Sicherheit bei

Neben der Umstellung auf Tempo 50 wurden 2013 auch unfallauffällige Kreuzungen umgebaut, Ampelschaltungen mit eigenen Linksabbiegephasen ausgestattet und Radwege an Einmündungen und Zufahrten rot markiert. Die baulichen Veränderungen vermerken gerade auch die Praktiker im täglichen Straßenverkehr: "Wir Fahrlehrer merken, dass sich etwas tut", so Hermann Frisch Vertreter des Fahrlehrerverbandes Westfalen und des Automobil-Club Münster im ADAC. "Nicht die Geschwindigkeitsabsenkung auf Tempo 50 allein hat dazu beigetragen, dass Münsters Straßen immer sicherer werden. Zusätzlich weise ich vor allem auf die baulichen Veränderungen hin, die in diesem Zusammenhang besonders wichtig waren."

(Stadt Münster)


 


 

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