Weitere Artikel
  • 09.02.2015, 11:54 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Verkehrsunfallstatistik 2014

Weniger Unfälle mit Pkw im Stadtgebiet, mehr auf der Autobahn und mit Radfahrern

Im Jahr 2014 hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle im Stadtgebiet Münster kaum verändert (minus 0,6 %). Es ereigneten sich 9.404 Verkehrsunfälle, 155 weniger als im Vorjahr. Noch ausgeprägter ist der Rückgang bei Verkehrsunfällen, an denen Autofahrer beteiligt waren, der Rückgang beträgt hier 207 Verkehrsunfälle.

"Diese Tendenz ist sicherlich positiv und auch auf die reduzierte Höchstgeschwindigkeit in der Stadt zurück zu führen", sagte Polizeipräsident Hubert Wimber bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2014 heute (9. 2.) in Münster. "Sorge bereitet mir allerdings die Zahl der auf Münsters Straßen verunglückten Radfahrer. Im letzten Jahr wurden 721 verletzt, 3 Radfahrer starben an den Folgen ihrer Verletzung."

2014 waren insgesamt 764 Radfahrer an Verkehrsunfällen in Münster beteiligt (+ 7,6 %). "Etwa die Hälfte dieser Verkehrsunfälle wurden von den Radfahrern selber verursacht", erläuterte Udo Weiss, Leiter der Verkehrsdirektion im Polizeipräsidium Münster. "Benutzung des verkehrten Radweges, Missachten der Vorfahrt und vor allem Radfahren trotz zum Teil erheblichem Alkoholgenuss sind die wesentlichen Ursachen dafür. Bei unseren Kontrollen 2014 mussten wir rund ein Drittel mehr Verstöße von Radfahrern feststellen und ahnden als im Vorjahr." 

Insgesamt starben 4 Menschen bei Verkehrsunfällen, 242 wurden schwer und 1.225 leicht verletzt. Auf den Autobahnen im Münsterland musste die Polizei im letzten Jahr 3.925 Verkehrsunfälle aufnehmen, dabei wurden 709 Personen bei 460 Verkehrsunfällen verletzt, 8 Menschen starben an den Folgen der schweren Verletzung. "Die Zahl der Verunglückten auf den Autobahnen ist im letzten Jahr um rund ein Viertel angewachsen", erklärte der stellvertretende Autobahnpolizeichef Andre Weiß.

Gezielte Schwerpunktaktionen auf den Autobahnen

"Diese Zunahme an Verunglückten hat uns bereits im letzten Herbst zu einer veränderten Verkehrsüberwachung auf den Autobahnen veranlasst. Aufgrund unserer guten Erfahrungen im Stadtgebiet Münster führen wir jetzt auch auf den Autobahnen gezielte Schwerpunktaktionen durch. Damit nehmen wir die häufigsten Unfallursachen wie zu hohe Geschwindigkeit, mangelnder Abstand und Fehler beim Überholen ins Visier." Allein die Unfallursache "Mangelnder Abstand" hat in 2014 um rund ein Drittel zugenommen (+ 37 %). Zwei Drittel aller Verkehrsunfälle, an denen LKW beteiligt waren, haben die LKW Fahrer verursacht (914 von 1.602 Verkehrsunfällen). "Wir setzen weiterhin auf Verkehrsüberwachung mit konsequenter Ahndung von Verkehrsverstößen", ergänzte Udo Weiss. "Gleichzeitig klären wir insbesondere die LKW Fahrer über die Gefahren auf der Autobahn auf. Der beliebte Fernfahrerstammtisch in Raststätte Münsterland ist dabei nur ein Baustein unserer Strategie. Wir sind im Laufe des Jahres auf allen Autobahnen im Münsterland mit unseren Informationen präsent."

Altersbezogene Präventionsprogramme

"Eine nachhaltige Reduzierung der Verkehrsunfälle, insbesondere der schweren, ist nur möglich, wenn alle Verkehrsteilnehmer eigenverantwortlich und rücksichtsvoll handeln", stellte Polizeipräsident Wimber abschließend dar. "Insbesondere bei den jungen Fahrern haben wir eine Menge investiert. Die Unfallzahlen sind in der vor Jahren noch größten Risikogruppe der 18 - 24-jährigen durch unsere altersbezogenen Präventionsprogramme wie ´Verantwortung und Emotion oder die Erstsemesterinfo an der Uni auch 2014 wieder gesunken (- 6,2 %).

(ots / Polizei Münster)


 


 

Münster
Verkehrsunfälle
Autobahn
Radfahrer
Stadtgebiet
Verletzte
Unfälle
Tote

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Münster" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: