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  • 22.08.2013, 09:30 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Vertreterversammlungen

Entscheidung über Volksbanken-Fusion fällt 2014

Die Chemie untereinander stimmt, die Gesprächspartner haben in den wesentlichen Fragen bereits eine Einigung erzielt: Die Vorstände der Volksbank Münster und der Vereinigten Volksbank aus dem östlichen Münsterland mit dem Hauptsitz in Telgte sagen – nach dem bisherigen Stand der Verhandlungen – Ja zu dem beabsichtigten Zusammenschluss im neuen Jahr.

„Die Fusionsgespräche verlaufen in einer konstruktiven und harmonischen Atmosphäre. Ich sehe alles auf einem guten Weg“, bestätigt Norbert Beek, Vorstandsmitglied der Volksbank Münster, auf Anfrage. Bis September sollte generell ein mögliches Zusammengehen abgeklopft werden, hatten die Aufsichtsräte im Mai beschlossen.

Deren Mitglieder und die Vorstände beider Bankhäuser trafen sich nun im Heidehotel „Waldhütte“ in Telgte, um sich über die bisherigen Resultate der Gespräche auszutauschen. Drei von fünf Arbeitstreffen haben auf Vorstandsebene stattgefunden – mit dem Ergebnis, dass die strategischen Eckpfeiler bereits abgestimmt sind.

Nach Informationen der Westfälischen Nachrichten sind sowohl Name und Sitz des fusionierten Geldinstitutes geklärt als auch die Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand. Präsentiert werden die Ergebnisse zum Jahresende.

Insider gehen davon aus, dass der Vorstandsvorsitzende aus Münster und der Aufsichtsratsvorsitzende aus Telgte kommen soll. Der bisherige Vorstandssprecher der Volksbank Münster, Rolf Domikowsky, geht Ende des Jahres in Pension. Norbert Beek und Thomas Jakoby würden gemeinsam mit den Vorstandskollegen aus Telgte, Gerhard Bröcker und Friedhelm Beuse, die Geschäfte führen.

Weitere Treffen im September

Zwei weitere Arbeitstreffen auf Vorstandsebene finden im September statt. Dabei dreht es sich hauptsächlich um betriebswirtschaftliche Fragen, an einem gemeinsamen Businessplan soll gefeilt werden. „Danach werden die Vertreter beider Banken über die Ergebnisse der Gespräche ausführlich informiert“, sagt Beek.

Fest versprochen ist, dass durch die Fusion keine Stellen abgebaut werden. Es gehe vielmehr um eine stabile Kreditversorgung, ein ausgeweitetes Produktangebot und eine verbesserte Beratungsqualität durch weitere Spezialisten, erläutert Beek.

Zu Beginn des neuen Jahres soll der Verschmelzungsvorvertrag stehen. Die jeweiligen Vertreterversammlungen werden im nächsten Jahr endgültig über die Fusion entscheiden. Voraussichtlich im zweiten Quartal, heißt es dazu aus Volksbankkreisen.

Das fusionierte Geldinstitut würde mit einer Bilanzsumme von zwei Milliarden Euro die zweitgrößte Volksbank im Münsterland sein und deutschlandweit zu den Top 75 zählen. Es hätte ein betreutes Kundengeschäftsvolumen von 4,2 Milliarden Euro, 116.000 Kunden, 57.000 Mitglieder und 440 Mitarbeiter in 30 Filialen.

(Ralf Repöhler)


 


 

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