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  • 08.04.2015, 10:27 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Verwaltung zieht nach Roxel

Jentschura investiert 5,5 Millionen in Münster-Roxel

Rund 5,5 Millionen Euro investiert die Jentschura International GmbH, um ihren Standort in Münster-Roxel zu optimieren. Spätestens im Sommer „blüht“ der Verwaltung des Unternehmens der Umzug von Albachten nach Roxel. Dann, sagt Peter Jentschura, soll das bisher in Albachten angemietete Firmengebäude aufgegeben werden. Der 74-Jährige ist ein Befürworter der kurzen Wege. Zwei Standorte, sagt der Senior, haben sich nicht bewährt.

Dabei hatte das münsterische Unternehmen eigentlich vor, den heutigen Produktionsstandort an der Otto-Hahn-Straße, der erst 2009 neu eröffnet wurde, aufzustocken. Die Pläne lagen bereits fertig in der Schublade, sagt Geschäftsführer Matthias Buß. Als sich aber die Chance eröffnete, eine Nachbarimmobilie zu erwerben, hätten sie zugegriffen, so der 33-Jährige, der wie Roland Jentschura seit vier Jahren in der Geschäftsführung ist.

Als Jentschura im Jahre 2009 mit der Produktion von Albachten nach Roxel zog, baute der Entwickler und Hersteller basischer Körperpflegeprodukte und natürlicher Lebensmittel an der Otto-Hahn-Straße noch auf der grünen Wiese. Damals, erinnert sich Roland Jentschura, wollte das Unternehmen nicht um jeden Preis in Münster bleiben. Eine Ansiedlung in Bösensell wäre durchaus in Frage gekommen, fügen die Geschäftsführer hinzu. Aber der Name Münster habe einen gewissen Wert für das Unternehmen, so Seniorchef Jentschura. Rund fünf Millionen Euro investierte die Firma an der Otto-Hahn-Straße in ihren Neubau, der aber aufgrund des Wachstums schnell wieder an seine Grenzen stieß. Die Geschäftsführung spricht von gesundem Wachstum. Zugunsten der Baupläne sei auch das Gesundheitsprojekt des Seniorchefs in Buldern aufgegeben worden.

Im September des vergangenen Jahres rollten erneut Baufahrzeuge in Roxel vor, um unter anderem die Logistik zu erweitern, die Kantine zu vergrößern und die Vortrags- und Schulungsräume anzupassen.

Jetzt wird erneut gebaut. Bis Juni soll der Umbau des benachbarten Altbaus fertiggestellt sein, in dem unter anderem 40 Verwaltungsmitarbeiter einen Arbeitsplatz haben. Eigentlich, sagt der 43-jährige Roland Jentschura, sei es einfacher, neu zu bauen, als einen „Altbau“ zu modernisieren.

Peter Jentschura möchte das Objekt weniger als Industriebau und mehr als Gebäude in westfälischem Stil mit Klinker und Sandstein sehen. Roland Jentschura und Matthias Buß unterstreichen die ökologischen Aspekte, die sich unter anderem in einer Heizung und Kühlung niederschlagen, bei der Lehmtrockenbauplatten eingesetzt werden. Diese schaffen ein angenehmes Raumklima. Holzfußboden ist in den Büros vorgesehen. Die Gebäudeautomation lässt viel Tageslicht zu und sorgt dafür, dass keine Energiefresser unterwegs sind. Einig war sich das Geschäftsführer-Trio, auf regionale Handwerker zu setzen.

Der neue Haltepunkt der Bahn in Roxel sei ebenfalls ein großer Vorteil. Das neue Areal bietet außerdem Platz für eine optimalere Zufahrt für die Lkw.

(WN)


 


 

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