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  • 25.04.2014, 10:47 Uhr
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  • Münster
Vorreiter in Nordrhein-Westfalen

Jugendservicestelle schafft Ausbildungschance für alle

"Lebenslang ohne Ausbildung und Beruf? Das kann's mit der Karriere doch nicht gewesen sein!" Wer jünger als 25 Jahre ist, Grundsicherung bezieht und noch rechtzeitig die Kurve hin zu Beruf und Arbeit kriegen möchte, findet tatkräftige Unterstützung in einer neuen Jugendservicestelle im Stadthaus 2.

Das städtische Jobcenter Münster und die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster bündeln dort ihre Angebote und Hilfen, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine berufliche Orientierung zu ermöglichen. "Es gibt keine hoffnungslosen 'Fälle'. Wer will und etwas flexibel ist, findet mit unserer Hilfe den Weg zum Ausbildungsplatz", versprechen Jobcenter-Leiter Ralf Bierstedt und Joachim Fahnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster.

Die Jugendservicestelle in Münster, die jetzt durch Unterzeichnung einer Vereinbarung an den Start gebracht wurde, gehört zu den ersten derartigen Einrichtungen in ganz Nordrhein-Westfalen. Sie nutzt im Erdgeschoss des Stadthauses 2 am Ludgeriplatz die Räume des ehemaligen Jobcenter-Kundenzentrums. In der Startphase werden dort zunächst im 14-tägigen Rhythmus Jobcoaches des Jobcenters und Berufsberater der Arbeitsagentur gemeinsam beraten. Interessierte Jugendliche melden sich einfach bei ihrem Jobcoach. Wer mehr über das neue Angebot erfahren möchte, ruft im Jobcenter an unter der Nummer 0251.609-18580.

Berufsorientierung vor allem für junge Menschen

Vor allem junge Leute, die aus welchem Grund auch immer den Weg zur Berufsberatung nicht gefunden haben oder sich beruflich orientieren wollen, sind bei der Servicestelle an der richtigen Adresse. Dort hilft man ihnen, Talente und Neigungen aufzuspüren, ein Bild von der möglichen beruflichen Zukunft zu gewinnen und sich für die passende Ausbildung zu entscheiden.

"Der Weg bis zu dieser Entscheidung ist mitunter nicht einfach. Mit unserer gemeinsamen fachlichen Begleitung können wir aber helfen, ihn abzukürzen und Umwege zu vermeiden", sagt Joachim Fahnemann. "Die abgeschlossene Berufsausbildung ist ein wesentlicher, wenn nicht der wichtigste Baustein für ein Leben ohne Hartz 4", bestätigt Ralf Bierstedt: "Wer entschlossen in die Ausbildung einsteigt, kann dauerhaft aus der Grundsicherung aussteigen."

Sollte sich bei der Beratung herausstellen, dass ergänzende Unterstützung von weiteren Fachdiensten angezeigt ist, schickt die Jugendservicestelle ihre Klienten nicht wieder vor die Tür. Vielmehr greifen die Berater dann auf die Netzwerkpartner des städtischen Jobcenters und der Agentur für Arbeit zurück. So kann zum Beispiel auf kurzem Weg ein gemeinsamer Kontakt etwa zum Schulamt oder zum Jugendamt hergestellt werden. Schließlich haben alle Beteiligten das Angebot unter die Devise "Gemeinsam für junge Menschen" gestellt.

(Stadt Münster)


 


 

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