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  • 15.05.2015, 09:02 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Vorsorgeprodukte

Immobilienpreise steigen im Münsterland moderat

Im Münsterland ist die Immobilienwelt tief gespalten: „Die Stadt Münster und das unmittelbare Umland gehören zu den teuersten Immobilienstandorten Nordrhein-Westfalens“, betonte Jörg Münning, Vorstandsvorsitzender der LBS West am Mittwoch in Münster. „Gleichzeitig ist die Preisentwicklung im übrigen Münsterland moderat – wenn es auch einige teure Mikro-Märkte gibt.“

Aber auch in Münster hat es 2014 keine weiteren Preissprünge gegeben. Die Preise für gebrauchte Eigenheime (Reihenhäuser und Doppelhaushälften) haben sich nach Angaben der LBS-Tochter LBS Immobilien GmbH Nord-West nur noch leicht um zwei Prozent auf 255.000 erhöht, bei einer Preisspanne von 180.000 bis 400.000 .

Einen besonders starken Preisanstieg verzeichnete LBS Immobilien in Gronau – und zwar um ein Drittel auf 165.000 . Geschäftsführer Roland Hustert machte dafür einen Sondereffekt verantwortlich: „Hier sind alte Werkswohnungen in großem Stil renoviert und verkauft worden.“ Stärkere Preisanhebungen gab es auch in Warendorf (plus sechs Prozent), Borken (plus sechs Prozent) und Rheine (plus vier Prozent).

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen verzeichnete die LBS in Warendorf den größten Preisaufschlag, gefolgt von Coesfeld und Gronau. Hustert beklagte, dass es „in der Fläche“ zu wenige bezahlbare Eigentumswohnungen ohne Luxusausstattung gebe.

LBS-Chef Münning em­p­fahl erneut, jetzt das niedrige Zinsniveau und die noch moderaten Immobilienpreise zu nutzen, um fürs Alter vorzusorgen. „Die Miete bezahlt man allein, um wohnen zu können“, so Münning. „Wer das gleiche Geld aber in die eignen vier Wände investiert, baut sich darüber hinaus noch ein Vermögen auf.“

„Altersvorsorge praktisch zum Nulltarif“

Münning sprach von einer „Altersvorsorge praktisch zum Nulltarif“. Derzeit würden alle übrigen Altersvorsorge-Produkte unter der Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank leiden, betonte der LBS-Chef. „Deshalb gibt es zurzeit goldene Zeiten für den Hauskauf.“

Münning rechnete vor, dass einem Rentnerehepaar bereits heute Monat für Monat im Durchschnitt 632 mehr zur Verfügung stünden als einem Paar, das zur Miete wohnt. Konkret riet der LBS-Chef Häuslebauern dringend dazu, das durch das aktuell ex­trem niedrige Zinsniveau eingesparte Geld für eine höhere Tilgung einzusetzen. „Dadurch verringert sich der Gesamtaufwand und die Immobilie ist viele Jahre früher abbezahlt.“

Scharfe Kritik übte Münning an der „Mietpreisbremse“. „Die funktioniert nicht“, ist sich der Bausparkassen-Chef sicher.

(Jürgen Stilling, WN)


 


 

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