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  • 03.02.2015, 10:00 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Wechsel in den Münster Arkaden

Kalter Joghurt ersetzt heißen Kaffee

Das Café verschwand quasi über Nacht. Noch am Samstag wurden bei „Meyerbeer“ – in der ersten Etage der Münster-Arkaden – Kaffee ausgeschenkt. Bereits am Montagmorgen war das komplette Ladenlokal leergeräumt. Was für viele Kunden und – wie man hört: auch Mitarbeiter – überraschend kam, war nach Angaben von Centre Manager Andreas Theurich schon länger so geplant.

„Nach zehn Jahren war der Vertrag ausgelaufen, wir haben ihn nicht verlängert“ so Theurich, der die Arkaden für die Sonae Sierra GmbH verwaltet. Ein Nachmieter, der „ganz hervorragend“ in die Arkaden passe, sei bereits gefunden – „Frooters“ nennt sich das Unternehmen, das ins Meyerbeer-Ladenlokal zieht. Im Programm: gefrorener Joghurt.

Auftakt für mehrere Betreiberwechsel

Der Abschied vom Café Meyerbeer ist nur der Auftakt für mehrere Betreiberwechsel, zu denen es in diesem Jahr in den Arkaden kommen wird. Nach Informationen unserer Zeitung werden mindestens fünf Geschäfte in den kommenden Monaten ausziehen. Theurich hält sich bedeckt und sagt nur so viel: „Es wird in der Zukunft einige Veränderungen geben.“

Zehn Jahre nach der Eröffnung des Einkaufszentrum im Herzen der Stadt laufen viele Mietverträge aus – Sonae Sierra nutze die Gelegenheit, die Angebote auf den Prüfstand zu stellen. „Ein ganz normaler Vorgang“, so Theurich.

Ende März wird der exklusive Teppich-Anbieter Nyhues sein Ladenlokal im Erdgeschoss aufgeben. Zum Nachmieter will sich Theurich nicht äußern. Informationen, dass hier ein Textilienanbieter einzieht, mag er nicht kommentieren.

PlSaturn und Thalia bleiben

Gesetzt seien für die nächsten Jahre Saturn und Thalia, versichert er. Auf keinen Fall würden die Arkaden zu einem „Billig-Zentrum“ werden, auch bei künftigen Vermietungen sei es Ziel, den „aktuell hohen Qualitätsanspruch“ zu halten, sagt Theurich.

2014 zählte das Arkaden-Management übrigens 11,5 Millionen Besucher. Diese Zahl liegt nach Angaben des Centre Managers etwa auf dem Niveau der Vorjahre.

„Coffee Fellows“ folgt „Starbucks“

Veränderungen auch an der Salzstraße: Für die Räume der früheren Starbucks-Filiale im Karstadt-Gebäude gibt es jetzt einen Nachmieter. „Coffee Fellows“ heißt die Kette, die dort voraussichtlich Ende kommender oder Anfang übernächster Woche ihre Pforten öffnen wird.

Der Stammsitz des Unternehmens ist München. Dort wurde auch 1999 die erste „Coffee-Fellows“-Filiale eröffnet, berichtet eine Sprecherin des Unternehmens. Vor etwa zehn Jahren startete dann die Expansion über die Münchner Stadtgrenze hinaus. Inzwischen gebe es bundesweit 72 Kaffeehäuser. An Münster habe „Coffee Fellows“ vor allem die starke Kaufkraft gereizt, so die Sprecherin weiter. Sollten geeignete Immobilien zur Verfügung stehen, schließt sie weitere Filialen in Münster nicht aus.

(Martin Kalitschke, WN)


 


 

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