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  • 30.01.2015, 13:30 Uhr
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  • Münster
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Werkverträge

Ohne Werkverträge läuft nichts in der Wirtschaft

Im Werkvertragsmodell übernimmt der Werkvertragsunternehmer eine konkrete Aufgabe mit einem definierten Ergebnis z.B. nach Stückzahl oder definierten Maßeinheiten.

Was sind Werkverträge?

Ein Hausbesitzer beauftragt einen Maler, seine Küche zu streichen; ein Unternehmen beauftragt einen externen Anbieter, seine Betriebskantine zu betreiben; ein Metallfachbetrieb beauftragt ein externes Büro, eine neue Anlage zu konstruieren; eine Werbeagentur beauftragt einen externen Dienstleister, den Vertrieb (Vetrieb Definition) oder die Konfektionierung der Werbemittel zu übernehmen; ein Industriebetrieb beauftragt einen Dienstleister, die Qualitätskontrollen an seinen Produkten durchzuführen.

Die Idee des Werkvertrags ist simpel und lässt sich auf alle abgrenzbaren Aufgaben übertragen. Dabei kann es sich zum Beispiel um handwerkliche Arbeiten, wissenschaftliche Dienstleistungen aus Forschung und Entwicklung, kaufmännische Tätigkeiten oder einfache Hilfsarbeiten handeln.

Unternehmen vergeben einen konkreten Auftrag an externe Dienstleister. Sie vereinbaren eine bestimmte Qualität und einen Abgabetermin. Dafür zahlen sie keine Stundenlöhne, sondern erfolgsabhängige Pauschalen, beispielsweise nach gefertigten Stückzahlen. Wie dann die Aufgabe erledigt wird, mit wie vielen Mitarbeitern, wie die Organisation und die Vorgehensweise ist, liegt dann allein in der Hand des externen Dienstleisters, damit ist das Unternehmen als Auftraggeber nicht mehr zuständig.

Der Unterschied zur Zeitarbeit

Im Werkvertragsmodell übernimmt der Werkvertragsunternehmer eine konkrete Aufgabe mit einem definierten Ergebnis z.B. nach Stückzahl oder definierten Maßeinheiten. Dazu setzt er seine eigenen Mitarbeiter ein. Ihm bleibt es überlassen, wie er die Abwicklung seines Auftrags organisiert. Das kann in den eigenen Räumen oder im Betrieb des Bestellers sein. Am Ende muss nur die Anzahl und Qualität des Ergebnisses stimmen. Das komplette Unternehmerrisiko und das Weisungsrecht gegenüber den Mitarbeitern obliegt dem Werkvertragsunternehmen.

Anders in der Zeitarbeit. Hier überlässt das Personaldienstleistungsunternehmen seine Mitarbeiter an den Besteller, das Kundenunternehmen. Die Mitarbeiter sind im Kundenbetrieb komplett in die Arbeitsabläufe eingegliedert und gegenüber den dortigen Vorgesetzten weisungsgebunden. Das Kundenunternehmen ist dafür verantwortlich, dass die überlassenen Mitarbeiter wie die eigenen Stammbeschäftigten behandelt und effizient eingesetzt werden.

Die Vorteile von Werkverträgen

Die deutsche Wirtschaft wäre nicht wettbewerbsfähig, wenn die Firmen alles selbst herstellen und jede Nebenaufgabe selbst übernehmen würden.

Es geht beim Einsatz von Werkverträgen unter Anderem schlicht darum, spezielle Fertigkeiten, die nicht zu den Kernkompetenzen des Unternehmens gehören, einzukaufen. Oder Aufgaben, die aus Platz- oder Zeitgründen nicht zu bewältigen wären, trotzdem erfolgreich zu verwirklichen. Die Wettbewerbsfähigkeit erhöht sich, da die Konzentration wieder vollständig auf den Kernaufgaben liegt und die benötigten Aufgaben termingerecht in hoher Qualität abgerufen werden können. Zudem übernimmt der Werkvertrags-nehmer das Management und die Administration, um das definierte Ziel zu erreichen. Die eigene Organisation wird entlastet und die Schnittstellen sind Im Vorfeld zu definieren, damit die Abläufe reibungsfrei funktionieren

Risiko von Scheinwerkverträgen

Ein Schein-Werkvertrag liegt immer dann vor, wenn zwar auf dem Papier ein Werkvertrag geschlossen wurde, faktisch aber ein Zeitarbeitsverhältnis vorliegt. Das ist immer dann der Fall, wenn der Werkvertrag nicht mehr als abgrenzbare Teilleistung verstanden wird, sondern der Mitarbeiter in das Unternehmen eingebunden ist.

Beim Werkvertrag kommt es nicht auf die vertraglichen Vereinbarungen an, sondern auf die tatsächlich gelebten Vertragsverhältnisse. Kriterien zur Abgrenzung sind das Weisungsrecht und die Verantwortung bzw. das Unternehmerrisiko.

Ein Werkvertrag liegt vor, wenn ein Werkunternehmer die Abläufe in seinem Bereich selbst organisiert, seine Mitarbeiter einteilt und Weisungen erteilt, die Verantwortung und das Risiko trägt und die definierten Qualitätsstandards einhält. Es muss eine Definition der abzuliefernden Leistung oder des Produkts vorliegen und eine Abnahme erfolgen.

Werkvertragsprojekte mit Armacell Personal Services GmbH

Als erfahrener Personaldienstleister und Werkvertragspartner vieler Unternehmen bieten wir mit unserem Fachpersonal bestehend u.a. aus Industrie-, Elektro-und Metallmeistern verschiedene, kundenindividuelle Lösungen an.

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Möglich sind beispielsweise die Übernahme von Aufgaben in der Produktion und im Lager, im Metall- und Elektrobereich, in der Verpackung und Konfektionierung sowie in kaufmännischen Bereichen. Gerne unterstützt Armacell Personal Services GmbH seine Kunden mit einem Werkvertrag und übernimmt komplette Unternehmensbereiche, Teilprojekte oder unterstützende Aufträge.

Hierbei werden nicht nur geeignete Mitarbeiter bereit gestellt, sondern eigenverantwortlich und unter Berücksichtigung höchster Qualitätsstandards die komplette Organisation und Abwicklung der übertragenen Projekte bis zum verabredeten Ergebnis übernommen.

So werden personal- und kostenintensive Arbeitsprozesse, die über die Kernaufgaben ihres Unternehmens hinausgehen, effizient realisiert.Dies kann sowohl im beauftragenden Unternehmen als auch in externen Räumlichkeiten stattfinden.

(Armacell Personal Services)


 

 

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