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  • 21.08.2015, 09:07 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Westfalen als Herz des Mittelstandes

IHK-Präsident Hüffer fordert beim Sommerempfang eine Betonung der regionalen Stärken

Gute Themen und Tatkraft gibt es bei den Unternehmern in Westfalen genug. Da ist sich Dr. Benedikt Hüffer ganz sicher. Doch: „Nur wer am lautesten schreit, wird gehört. Und da sind wir Westfalen wahrlich keine Meister“, betonte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen am Donnerstagabend beim Sommerempfang in Münster.

Vor rund 800 Gästen brachte Hüffer die wirtschaftliche Kraft der Region in englischer Sprache auf den Punkt: Westfalen sei „the heart of German Mittelstand“. Der Mittelstand sei und bleibe die Stärke Westfalens – auch angesichts der internationalen Anerkennung für die mittelständischen Unternehmen der Region.

Der IHK-Präsident hofft auf Mitstreiter und Unterstützer, um die Region gegenüber dem Rheinland und dem Ruhrgebiet besser zu positionieren: „Lassen Sie uns diesen Claim nutzen“, forderte er beim größten wirtschaftspolitischen Netzwerktreffen in Nord-Westfalen.

Die Dinge in die Hand nehmen – das gelte auch für die bevorstehenden Bürgermeister- und Landratswahlen in vielen Städten, Gemeinden und Kreisen am 13. September. „Die Kommunalpolitik beeinflusst unsere Standortqualität – direkt und maßgeblich“, hob der IHK-Präsident hervor. „Gehen Sie wählen!“, forderte Hüffer deshalb von den Anwesenden.

„Betriebliche Ausbildung verschafft klaren Wettbewerbsvorteil“

Der Präsident blickte auch zurück – auf das, was die regionale Wirtschaft und die IHK in den letzten Monaten bewegt hat: Fast 10.000 junge Menschen beginnen im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region eine Ausbildung – damit sei das hohe Niveau des Vorjahres gehalten worden, auch zum Nutzen der Unternehmen. „Die betriebliche Ausbildung verschafft uns einen klaren Wettbewerbsvorteil“, sagte Hüffer. Der IHK-Präsident stellte jedoch die Frage, warum Lehrstellen in den Kreisen Borken und Coesfeld unbesetzt bleiben, während Jugendliche in der Emscher-Lippe-Region leer ausgehen. „Hier ist Mobilität auch in den Köpfen gefragt.“

Um generell die Mobilität in der Region voranzubringen, müsse, so Hüffer, die Verkehrsinfrastruktur im IHK-Bezirk verbessert werden. Vor allem bei der Bundesstraße B 64n, der Verbindung zwischen dem Münsterland und Ostwestfalen, bestehe „akuter Handlungsbedarf“. Eine leistungsfähige Lösung werde auch für die Nord-Süd-Verbindung, also für den Ausbau der B 224 zur A 52, gebraucht, betonte Hüffer.

Zur aktuellen Diskussion um das Newpark-Areal im Kreis Recklinghausen zeigte sich Hüffer empört, dass sich Landesumweltminister Johannes Remmel offenbar dafür entschieden hat, das Gelände an Landwirte zu veräußern. Dabei habe Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sich immer für den erfolgreichen Umbau der Emscher-Lippe-Region ausgesprochen.

(Jürgen Stilling, WN)


 


 

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