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  • 16.06.2014, 08:48 Uhr
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  • Münsterland / Westerkappeln
Wichtiges Logistik-Drehkreuz

DSV-Logistikzentrum in Westerkappeln jetzt in Betrieb

Die meisten Transportunternehmen in der Region haben ganz klein angefangen. „Die Vereinigten Fuhrmänner“ waren schon eine große Hausnummer, als sie sich 1976 in Gestalt von zehn dänischen Speditionen zusammentaten. Heute ist die DSV-Gruppe ein Global Player mit 400 Standorten. Westerkappeln-Velpe ist nun ein wichtiger Knotenpunkt in diesem Geflecht. Denn am Freitag hat DSV das neue Logistikzentrum offiziell eingeweiht.

Die meisten Transportunternehmen in der Region haben ganz klein angefangen. „Die Vereinigten Fuhrmänner“ waren schon eine große Hausnummer, als sie sich 1976 in Gestalt von zehn dänischen Speditionen zusammentaten. Heute ist die DSV-Gruppe ein Global Player mit über 22.000 Beschäftigten an rund 400 Standorten in 75 Ländern. Westerkappeln-Velpe ist nun ein wichtiger Knotenpunkt in diesem Geflecht. Denn am Freitag hat DSV das neue Logistikzentrum offiziell eingeweiht.

Die riesige Anlage ist ein Musterbeispiel dafür, wie arbeitsteilig sich Logistik heutzutage aufstellt. Mit althergebrachten Vorstellungen von einem Fuhrunternehmen hat das nichts mehr zu tun. Bauherr war die Habacker Holding in Düsseldorf, die rund 15 Millionen Euro investiert hat und die Anlage für zunächst 15 Jahre an DSV vermietet. Mittelfristig soll das Objekt an einen großen Immobilienfonds verkauft werden.

DSV wickelt nach eigenen Angaben täglich über 2.000 Sendungen von Westerkappeln aus ab. „Wir transportieren alles“, sagt Pressesprecher Tom Zwicker: Fahrräder, Fischfutter, Kühlschränke oder Zementsäcke. Auf direktem Wege werden die Waren in alle deutschen und europäischen Wirtschaftszentren befördert. Der neue Standort spiele außerdem eine wichtige Rolle als zentrale Güterumschlagsstelle für Skandinavien und Russland.

Ein wichtiger Kunde sei General Motors, erzählt Zwicker. Der Automobilhersteller habe über 1.000 Zulieferer in Deutschland. Deren Teile würden in Westerkappeln gebündelt und dann auf dem Seeweg in die USA verschifft. „Wenn Not am Mann ist, verschicken wir das auch per Luftfracht“, betont Zwicker.

Cross-Docking-Halle mit 99 Toren

In der riesigen sogenannten Cross-Docking-Halle mit 99 Toren für die Lastzüge scheinen sich die Mitarbeiter ein wenig zu verlieren. Wie von Geisterhand gezogen bewegen sich Paletten auf Hubwagen durch das Gebäude. Dafür wurden Förderketten im Boden verlegt. Dies sorge für eine deutlich reduzierte Geräuschkulisse und mehr Sicherheit gegenüber den traditionellen Gabelstaplern, die allerdings auch noch um herfahren. „Und wir profitieren natürlich von dem hohen Automatisierungsgrad“, erklärt Peter Fog-Petersen, Geschäftsführer der DSV Road GmbH, zu Effizienz und Kostenoptimierung. Westerkappeln sei einer der wichtigsten internationalen Standorte, „ein Drehkreuz für Deutschland und ganz Westeuropa“, so Fog-Petersen weiter.

Knapp 5,5 Hektar hat DSV im Industriegebiet in Beschlag genommen. Die Logistikhalle selbst hat eine Fläche von 9.300 Quadratmeter, dazu kommen gut 2000 Quadratmeter für Büros und Sozialräume. 28.600 Quadratmeter stehen zudem außen für die Laster, Wechselbrücken und Mitarbeiterparkplätze zur Verfügung.

Rund 200 Beschäftigte gibt es. Viele neue Arbeitsplätze sind zwar nicht entstanden. „Wir wollen aber weiter wachsen“, stellt Fog-Petersen für den Gesamtkonzern als auch für den Standort Westerkappeln in Aussicht. Kapazitäten – in und außerhalb der Halle – gibt es.


 


 

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