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  • 17.12.2013, 09:20 Uhr
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  • Münsterland
Wiesmann-Insolvenz

Gläubiger entscheiden erst Anfang Januar endgültig über Rettung

Wer gehofft hatte, dass die zweite Versammlung der Gläubiger der insolventen Wiesmann GmbH in Münster mit einem greifbaren Ergebnis enden würde, sah sich enttäuscht: Die Geschäftsführung hatte den zunächst selbst eingereichten Antrag auf Einstellung des Insolvenzverfahrens nach § 212 überraschend wieder zurückgezogen.

Nunmehr sollen die Gläubiger dem Rettungskonzept der „übertragenen Sanierung“ zustimmen, ein Betriebsübergang, der nach Insolvenzrecht eigentlich zwingend einen Inhaberwechsel vorsieht.

Doch der bisherige Haupteigentümer und Multimillionär Stefan Breuer, der das Unternehmen mit dem Gecko als Markenzeichen schon in den vergangenen Jahren immer wieder mit frischem Geld ausgestattet hatte, hat bereits angekündigt: Auch in der nunmehr neu zu gründenden Wiesmann- Aktiengesellschaft will er eine führende Rolle spielen.

Den 110 Beschäftigten der Automobil-Manufaktur, die noch vor Weihnachten auf eine Wiederaufnahme der Produktion gehofft hatten, nützt der von Insolvenzverwalter Dr. Norbert Küpper ausgearbeitete Vertrag zunächst wenig: Sie bleiben weiterhin von der Arbeit freigestellt. Mindestens bis zum 10. Januar. Dann soll eine außerordentliche Gläubigerversammlung der übertragenen Sanierung endgültig zustimmen.

(Markus Michalak, WN)


 


 

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