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  • 29.11.2013, 08:54 Uhr
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  • Münsterland
Wiesmann-Insolvenz

Hauptgesellschafter will Automobilmanufaktur Wiesmann retten

Mit Spannung hatten die Wiesmann-Gläubiger – darunter rund 50 Mitarbeiter der Automobilmanufaktur – am Donnerstag vor dem Amtsgericht Münster auf das Sanierungskonzept und den Investor gewartet, den Insolvenzverwalter Dr. Norbert Küpper präsentieren würde.

Das Unternehmen, das edle Sportwagen produziert, steht mit einem höheren zweistelligen Millionenbetrag bei Banken, Zulieferern und Dienstleistern in der Kreide, es droht die Zerschlagung.

Doch kein Investor war bereit, die Produktion in Dülmen fortzuführen. Trotz dieser schlechten Nachricht ist Rettung in Sicht: Zur Überraschung der Gläubiger beantragte Wiesmann-Geschäftsführer Dr. Rolf Haferkamp die Einstellung des Insolvenzverfahrens. Grund: Das Unternehmen könne seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Dahinter steckt scheinbar die Bereitschaft des Hauptgesellschafters Stefan Breuer, seinem Unternehmen noch einmal frisches Geld zur Verfügung zu stellen. Damit dürfte die Zerschlagung der Wiesmann- Manufaktur zunächst vom Tisch sein. Vorausgesetzt, das Gericht stellt das Insolvenzverfahren ein, könnte mit der Fertigung von 30 bestellten Neuwagen noch 2013 begonnen werden.

Derzeit ruht die Produktion, und die etwa 110 Mitarbeiter sind nahezu alle von der Arbeit freigestellt. „Wir haben jetzt eine echte Chance für die Fortführung der Automobilproduktion“, zeigt Betriebsratsvorsitzender Markus Stevermüer sich optimistisch. Am 16. Dezember tritt die Gläubigerversammlung erneut zusammen.

(Markus Michalak, WN)


 


 

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