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  • 15.09.2015, 11:16 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Wirtschaftsförderung

5 Projekte zur Wirtschaftsentwicklung im Münsterland für Regio.NRW-Förderung ausgewählt

Fünf Projekte zur wirtschaftlichen Entwicklung des Münsterlandes mit einem Volumen von rund 4,3 Millionen Euro können in den nächsten drei Jahren mit einer Förderung des Landes NRW und der EU rechnen. Ein Gutachtergremium des Landes hat sie jetzt innerhalb des Projektaufrufs Regio.NRW ausgewählt.

Knapp die Hälfte der Summe (rund 2,1 Millionen Euro) umfasst Enabling Innovation Münsterland, ein Vorhaben des Münsterland e.V. Auf das zweite Projekt des Vereins, [email protected], entfallen rund 770.000 Euro.

„Die Innovations- und Gründerförderung gehört zu unseren zentralen Zielen der nächsten Jahre. Dank der Projektauswahl kommen wir hier einen großen Schritt voran“, erklärt Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V. „Da wir als Regionalmanagementinitiative die Akquise und Stellung aller Anträge koordiniert haben, freuen wir uns ebenso für die anderen Vorhaben.“ Dazu zählen das Projekt Biogasbenchmark Münsterland der FH Münster, Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt, (rund 380.000 Euro) sowie zwei Vorhaben der EWG für Rheine mbH: Kompetenzregion Windenergie Münsterland (rund 535.000 Euro) und Regionales Kompetenzzentrum energieautarker Stadtumbau (rund 510.000 Euro). An allen Projekten sind eine Vielzahl regionaler Partner aus den regionalen Wirtschaftsförderungen, Hochschulen und Unternehmen beteiligt, die eine münsterlandweite Reichweite ermöglichen.

Die Projekte im Überblick

  1. Enabling Innovation Münsterland will die Forschung an den regionalen Hochschulen mit dem Innovationsmanagement kleiner und mittelständischer Unternehmen der Region zusammenbringen. Ein besonderer Fokus liegt auf den regionalen Innovationskompetenzen, die analysiert und strategisch gefördert werden sollen.
  2. [email protected] richtet sich vor allem an Gründungsinteressierte mit höherer Qualifikation, die noch keine konzeptfähige Geschäftsidee haben. In Gründerschmieden, die alle Münsterlandkreise sowie die Stadt Münster einrichten, sollen sie passgenaue Unterstützung erhalten. Zum Ende des dreijährigen Projekts wird es zudem erstmalig in der Region einen Business-Wettbewerb geben.
  3. Biogasbenchmark Münsterland soll die Entwicklung von bestehenden Biogasanlagen mit Hilfe einer Benchmark fördern und beschleunigen. Die Datenbank wertet alle vergleichbaren technischen, wirtschaftlichen und konzeptionellen Kennwerte aus und ermittelt so Optimierungspotentiale.
  4. Die Kompetenzregion Windenergie Münsterland soll Unternehmen, Institutionen und Hochschulen aus der Branche miteinander vernetzen, da dies bisher kaum geschehen ist. Sie dient außerdem dazu, Forschungs- und Entwicklungsprojekte anzustoßen und Qualifizierungsangebote für Fachkräfte zu schaffen.
  5. Das Regionale Kompetenzzentrum energieautarker Stadtumbau will die im Münsterland bestehenden Informationsdefizite und Investitionshemmnisse bei der klimagerechten Erneuerung bestehender Siedlungsstrukturen verringern. Das Kompetenzzentrum erarbeitet eine beispielhafte Fallstudie und dient außerdem als Anlauf- und Beratungsstelle.  

Das Gutachtergremium des Landes NRW hat im Projektaufruf Regio.NRW insgesamt 44 Projekte ausgewählt. Sie sollen mit rund 29 Millionen Euro gefördert werden. Der Projektaufruf ist Teil der aktuellen Förderperiode des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Bis zum Jahr 2020 stehen Nordrhein-Westfalen insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung, um Wachstum und Beschäftigung zu unterstützen.

(Redaktion)


 


 

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