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  • 15.04.2015, 14:15 Uhr
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  • Münster / Düsseldorf
Wirtschaftskriminalität

Der Wechselvirus löst das Krankfeiern ab

Krankfeiern, Diebstahl, Korruption und Unterschlagung - jahrelang haben diese Vergehen die Statistik der Wirtschaftskriminalität angeführt. Seit einigen Jahren aber kämpft sich ein anderer Trend an die Spitze: Der Wechselvirus.

Gemeint ist, dass ganze Gruppen von Mitarbeitern, funktionsübergreifend und selbst nach vieljähriger Tätigkeit, den bisherigen Arbeitsplatz verlassen und sich entweder in die Selbstständigkeit oder zum Wettbewerber begeben.

Manfred Lotze, Geschäftsführender Gesellschafter Detektiv-Institut KOCKS GmbH: "Wir vermuten, dass der demographische Wandel diese neue Methodik bei der Rekrutierung von Nachwuchs- und Führungskräften auslöst und auch, dass neue Geschäftsfelder bei der Konkurrenz (zur Definition Konkurrenz) ursächlich sind. Sollte diese Erkenntnis zutreffend sein, ist gerade im deutschen Mittelstand davon auszugehen, dass diese Form der Mitarbeitergewinnung weiter zunehmen wird."

Der Arbeitsplatzwechsel ist so alt wie der Arbeitsplatz an sich. Private Ermittlungen machen dann Sinn, wenn gegen vertragliche oder gesetzliche Fristen verstoßen wird, Wettbewerbsverbote missachtet oder im früheren Unternehmen die Täuschungen erst aus dem Markt heraus erkennbar werden.

Manfred Lotze: "Unternehmen müssen bei einer Kündigung und vor allem bei einer Freistellung sofort handeln. Detektive können in dieser Situation Fehlverhalten feststellen, den Kunden mit gerichtsfesten Fakten ausrüsten, um dann eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung zu beantragen. Regressansprüche können geltend gemacht werden und ganz wichtig: Man kann rechtzeitig im Markt gegensteuern."

(ots / Detektiv Institut Kocks)


 


 

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