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  • 13.02.2015, 09:14 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Wissenstransfer nach China

Im Urlaub gibt es Unterricht für Studenten in Asien

Normalerweise dreht sich in seinem beruflichen Alltag viel um Zahlen und um Wörter, denn Hermann-Josef Mergen ist in der Vereinigten Volksbank Münster für den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Für vier Wochen verließ Mergen aber seinen Arbeitsplatz in der Bank an der Neubrückenstraße und reiste nach China. Ein schönes Ziel, obschon die Reise mit Arbeit verbunden war, sagt der 62-Jährige.

Hermann-Josef Mergen nimmt für solche Abstecher Urlaub, um im Wintersemester einen Lehrauftrag „Human Resources Management“ an der Shandong agricultural University in Tai`an anzunehmen.

Für Mergen war es die dritte Reise als Lehrbeauftragter nach Asien. Ausgangspunkt ist seine Lehrtätigkeit an der Universität in Münster und an der FOM Hochschule für Ökonomie und Management, die mit Universitäten in China kooperiert. Ziel sei die Ausbildung von Fach- und Führungskräften für deutsche und chinesische Unternehmen, erklärt Mergen.

Für den Münsteraner sind die Reisen spannend. Alles sei perfekt vorbereitet, angefangen vom Flugticket bis hin zu einem genauen Ablaufplan, der ihm zeigt, wo er in Peking in welchen Zug umsteigen muss, um zunächst am Flughafen zur Gepäckausgabe zu kommen.

Begeistert von chinesischer Gastlichkeit

Hermann-Josef Mergen ist begeistert von der Freundlichkeit und nicht zuletzt von der Gastlichkeit in diesem Land. Während sie als Dozenten in einem großen Appartement auf dem Campus der Universität untergebracht seien, teilten sich die Studenten mit sechs bis acht Bewohnern ein Zimmer. Es gebe genaue Regeln. Um Mitternacht werde das Licht ausgeschaltet. Pünktlich um acht Uhr starteten die Vorlesungen, die um 11.15 Uhr endeten.

Der Münsteraner sah sich in Shanghai um und wundert sich, wie schnell in China die riesigen Gebäude aus dem Boden schießen. Die Partei habe aber immer noch den größten Einfluss. Offizielle Essen endeten immer dann, erzählt Mergen, wenn der Gastgeber – in diesem Fall eine Parteisekretärin – nach zwei Stunden aufsteht und geht.

(WN)


 


 

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