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  • 25.03.2015, 13:20 Uhr
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  • Münster / Legden
Woche der Ausbildung

Hinter den Kulissen der Gastronomie

Essen für mehrere hundert und Getränke für 2.000 bis 4.000 Personen: Die logistischen Herausforderungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Welcome Hotel Dorf Münsterland in Legden sind riesig. Entsprechend beeindruckt zeigten sich Eltern und Jugendliche bei der Informationsveranstaltung der Agentur für Arbeit Coesfeld, die im Rahmen der Woche der Ausbildung dort Station machte.

In einer entspannten Gesprächsrunde konnten die anwesenden Gäste mehr über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Gastronomie erfahren. Dabei kamen auch durchaus kritische Fragen auf, die von Petra Rüthemann, Personalleiterin des Welcome Hotels ausführlich beantwortet wurden. „Unsere Branche kämpft mit dem Ruf, dass die Verdienstmöglichkeiten sehr gering sind, das stimmt so jedoch nicht“, machte sie den Interessierten deutlich und ergänzt: „Richtig ist, dass es in der Ausbildung ein moderates Gehalt gibt, dass sich eher im Durchschnitt bewegt. Nach der Ausbildung ist der Verdienst auch durchaus noch nicht sonderlich üppig. Es kommt aber darauf an, was man aus seiner Ausbildung macht.“ Für Rüthemann ist klar, die Karrieremöglichkeiten und damit auch die Chancen auf ein gutes Gehalt sind in der Gastronomie groß und mit entsprechendem Einsatz schnell zu erreichen. Außerdem ist der Quereinstieg mit einer gastronomischen Ausbildung in andere Branchen gut möglich.

Berufsberatung hat sich in den letzten Jahren stark verändert

Für eine Ausbildung sollten die Bewerberinnen und Bewerber auf Menschen zugehen können, Interesse an der Gastronomie haben und „Guten Tag“ sagen können erklärt Rüthemann die aus ihrer Sicht wichtigsten Voraussetzungen. Das bestätigt auch Inga ter Horst, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit: „In der Beratung geht es darum, die Interessen und Stärken der Jugendlichen zu finden und daraus einen Beruf abzuleiten.“ Sie wies auch darauf hin, dass sich die Berufsberatung in den letzten Jahren stark verändert hat: „Wir binden immer stärker verschiedene digitale Medien mit ein. Außerdem ist es wichtig, dass wir niemandem sagen, was er werden soll. Beratung heißt: Wir coachen dabei, selbst den passenden Beruf zu finden.“

Staunende Gesichter gab es beim Rundgang durch das große Areal des Dorf Münsterland. Der Blick hinter die Kulissen, die der Gast im Regelfall nicht zu sehen bekommt, bot besondere Einblicke in die Arbeitswelt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am Ende konnten sowohl Eltern als auch die vielleicht zukünftigen Nachwuchskräfte viele neue Informationen und Eindrücke mitnehmen und in persönlichen Gesprächen vertiefen.

(Arbeitsagentur Ahlen-Münster)


 


 

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