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  • 19.07.2013, 09:51 Uhr
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  • Münster
Wohn- und Stadtbau

Sanierungsmaßnahmen senken Energiekosten für betagte Häuser

Wohn- und Stadtbau Münster will in Wolbeck insgesamt 44 Häuser aus den 1950er und 1960er Jahren durch Sanierungsmaßnahmen energietechnisch auf Neubaustandard bringen. Die Kosten für die Modernisierung liegen bei 1,3 Millionen Euro. Dabei sollen sich nur die neuen Balkone bei der Miete bemerkbar machen.

Florian Inhester setzt die Spritzpistole zwischen zwei Klinkern an, drückt ab und schäumt ein neues Stück Außenwand mit einem Spezialmittel aus. So verpassen der Facharbeiter und seine Kollegen den Häuser der Wohn- und Stadtbau an der Bürenstraße 1 bis 9 sowie an der Hiltruper Straße 40 bis 50 Schritt für Schritt eine neue Dämmschicht. „Diese wird im Zusammenhang mit weiteren Maßnahmen, die wir zurzeit an den Häusern vornehmen, die Betriebskosten der Mieter deutlich reduzieren“, verspricht Stefan Wismann. Der Hausverwaltungsleiter von der Wohn- und Stadtbau stellte mit Bauleiter Andreas Jenschke die Sanierungsmaßnahmen vor.

Insgesamt wird die energetische Modernisierung der 44 Gebäude 1,3 Millionen Euro kosten. Darin sind nicht nur die Verbesserung der Gebäudehüllen durch die so genannte „Einblasdämmung“ enthalten, sondern auch viele weitere Maßnahmen: Die Häuser bekommen eine Dach- und Kellerdeckendämmung, eine neue Heizungsanlage, eine Warmwasserversorgung mit Solarunterstützung, neue Fenster und Haustüren, neue Bäder, eine Überarbeitung der Außenanlagen und einen Balkon.

„Zu 100 Prozent auf Neubaustandard“

„Diese Maßnahmen werden die Energieeffizienz der Gebäude, die alle aus den endenden 1950er und beginnenden 1960er Jahren stammen, zu 100 Prozent auf Neubaustandard anheben“, verspricht Wismann.

Man versuche, die Hausbewohner soweit wie möglich zu schonen, erklärt Bauleiter Andreas Jenschke. Die Maßnahmen, die im Mai an den ersten Häusern begannen, sollen zügig durchgeführt werden: „Spätestens zu Beginn der Heizperiode im Herbst sollen alle Gebäude fertiggestellt sein.“ Lästig für die Mieter, die während der gesamten Bauarbeiten wohnen bleiben, ist vor allem die Renovierung der Bäder. „Für etwa zwei Wochen werden sie die vor Ort aufgestellten Sanitärcontainer aufsuchen müssen“, räumt Jenschke ein. Zumindest die Toiletten sollen jedoch soweit wie möglich zumindest nachts provisorisch nutzbar sein.

Werden die Mieten für die sanierten Wohnungen steigen? Für die energetischen Verbesserungen werde kein Cent fällig, verspricht Wismann. Für die neuen Balkone gebe es einen Aufschlag von rund zehn Prozent.

(Redaktion)


 


 

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