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  • 21.05.2015, 09:23 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Wohnbebauung Hafen Münster

Diskussion um Nutzung alter Industriehallen

Die Diskussion über die geplante Wohnbebauung am Hafenbecken geht weiter. Auf der Ostseite des Dortmund-Ems-Kanals befinden sich Industriehallen, die von Speditionen genutzt und nachts angefahren werden. Der Eigentümer Peter Scheiwe befürchtet Lärmschutzkonflikte.

Der nächste Konflikt um die zukünftige Bebauung und Nutzung des Hafen-Areals ist da. Kaum hatte Christian Schowe, Leiter des Stadtplanungsamtes, die Mitglieder des Planungsausschusses am Dienstagabend davon überzeugt, dass sich die geplante Wohnbebauung auf der Nordseite des Hafenbeckens (Kreativkai) mit dem Farbenwerk der Firma Osmo Holz und Color verträgt, da kam eine weitere, wichtige Information: Die Flächen am östlichen Ufer des Dortmund-Ems-Kanals sollen künftig nicht mehr als Industrieflächen, sondern „nur“ noch als Gewerbeflächen ausgewiesen werden, um Lärmschutzkonflikte mit der Wohnbebauung auszuschalten.

Diese Flächen, auf denen unter anderem der Holz- und Baumarkt Lignum angesiedelt ist, gehören Peter Scheiwe. Auf Anfrage berichtete Scheiwe am Mittwoch, was diese Umplanung für ihn bedeuten würde: Direkt am Kanal hat er knapp 10.000 Qua­dratmeter Hallenfläche an Speditionen vermietet. Die Speditionen seien auf die Ausweisung der Areals als Industriefläche angewiesen, „weil sie nachts die Hallen anfahren“. Dabei sei eine Lärmbelästigung unvermeidbar. Im Falle einer Überplanung würde er, so Scheiwe, die Speditionen als Mieter verlieren.

Der Grundstückseigentümer steht nach eigenem Bekunden in Verhandlungen mit der Stadt Münster. Eine Einigung hält er für möglich. Sie habe aber zur Voraussetzung, dass bei dieser Gelegenheit auch die Zukunft der Theodor-Scheiwe-Straße geregelt werde. Der Verkehr läuft derzeit über Privatflächen, die zum Großteil Peter Scheiwe gehören. Er drängt auf eine Trassenführung weiter südlich. In diesem Fall würde die (neue) Theodor-Scheiwe-Straße in Höhe des Baumarktes Bauhaus vom Albersloher Weg abbiegen und dann auf geradem Wege zum Lütkenbecker Weg führen.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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