Weitere Artikel
  • 25.06.2013, 08:58 Uhr
  • |
  • Münster
Wohnungsbau

Wohn- und Stadtbau baut immer mehr neue Wohnungen

Der Bau neuer Wohnungen nimmt bei der Wohn- und Stadtbau eine dominierende Rolle ein. Bei der Bilanzpressekonferenz am Montag sagte Geschäftsführer Klemens Nottenkemper, dass sich aktuell 368 Wohnungen im Bau beziehungsweise in der Planung befänden.

Rund fünf Prozent der Wohnungen in Münster befinden sich im Bestand des städtischen Tochterunternehmens Wohn- und Stadtbau, aber beim Bau neuer Wohnungen liegt der Anteil bei rund 20 Prozent.

Mit diesen beiden Zahlen dokumentierte Klemens Nottenkemper, Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau, am Montag einen grundlegenden Wandel der städtischen Tochter: vom Wohnungsunternehmen zum Wohnungsbauunternehmen. „Derzeit befinden sich 368 Wohnungen in der Planung beziehungsweise im Bau“, nannte Nottenkemper bei der Bilanzpressekonferenz konkrete Zahlen.

Apropos Bilanz : Sie fiel 2012 mit einer Bilanzsumme von 227,4 Millionen Euro um 3,1 Prozent höher aus als 2011. Der Jahresüberschuss konnte auf 6,14 Millionen Euro gesteigert werden (5,52 Millionen Euro im Vorjahr). Doch das Geld floss nicht in die Rücklagen, sondern in die Stadtkasse. Der Grund: Zusätzlich zu der vereinbarten Gewinnabführung in Höhe von 2,5 Millionen Euro sowie der abgeführten Gewerbesteuer (1,2 Millionen Euro) steuerte das Unternehmen 3,5 Millionen Euro für Schulsanierungen bei. Ein Kapitalabfluss in dieser Höhe, sprach Nottenkemper den letzten Punkt an, könne „kein Dauerzustand“ sein. Die Eigenkapitalquote sei nämlich von 20,5 auf 20 Prozent gesunken.

Zum Hintergrund: Angesichts der dramatischen Wohnungsknappheit fordern Kommunalpolitiker immer wieder, die Gewinnabführung zu senken, um Investitionen der Wohn- und Stadtbau zu erleichtern. Zugleich ist die hoch verschuldete Stadt aber auf Finanzspritzen der Tochterunternehmen angewiesen.

Die rege Neubautätigkeit der Wohn- und Stadtbau spiegelt sich auch darin wider, dass in diesem Segment 26,3 Millionen Euro investiert wurden, 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit Blick auf die aktuelle Neubautätigkeit nannte Nottenkemper die neuen Quartiere an der Scheibenstraße, an der Ecke Grevener Straße/Steinfurter Straße sowie an der Sebastiankirche (Hammer Straße).

Insgesamt gehörten der Wohn- und Stadtbau im vergangenen Jahr 5192 Wohnungen, 120 gewerblich genutzte Räumlichkeiten und 1.315 Garagen, darüber hinaus verwaltete das Unternehmen 1.287 Immobilien anderer Eigentümer.

Um der Wohnungsnot zu begegnen, forderte Klemens Nottenkemper bei dem Pressegespräch erneut eine „Verdichtung nach oben“. Gemeint sind höhere Neubauten beziehungsweise eine Aufstockung bestehender Häuser.

(Redaktion)


 


 

Klemens Nottenkemper
Wohn- und Stadtbau
Wohnund Stadtbau
Nottenkemper
Höhe
Gewinnabführung
Vorjahr

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Klemens Nottenkemper" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: