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  • 09.07.2013, 13:22 Uhr
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  • Münster
Wohnungsmarkt Münster

Wohn- und Stadtbau kauft Reihenhäuser am Standort Dachsleite in Coerde

Für die bislang von den Briten bewohnten Häuser und Wohnungen - etwa 800 Wohneinheiten an 18 Wohnstandorten im Stadtgebiet - sind die Weichen für den Übergang vom Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in die private Nutzung bereits gestellt. Mit der Einigung über den Ankauf von Reihenhäusern am Standort Dachsleite in Coerde durch die Wohn- und Stadtbau steht jetzt die Perspektive für einen weiteren Standort fest.

Die britischen Stationierungskräfte haben sich mit einer feierlichen Zeremonie offiziell aus Münster verabschiedet. Ein freundschaftliches Verhältnis wird bleiben, auch wenn in den nächsten Monaten die letzten noch verbliebenen britischen Familien die Stadt verlassen. Die Wohn- und Stadtbau wird mit der Siedlung Dachsleite in Coerde 40 Reihenhäuser aus den 1960er Jahren im Paket erwerben. Damit macht die Stadt über ihr Tochterunternehmen von der Erstzugriffsoption Gebrauch. Hintergrund ist der Wunsch, einem sozialen Steuerungsbedarf nachkommen zu können.

Nach dem Ratsbeschluss zum städtischen Zielkonzept im November vergangenen Jahres stehen Stadtverwaltung und BImA als Eigentümerin im Gespräch darüber, wie die einzelnen Standorte dem münsterschen Immobilienmarkt zugeführt werden sollen. "Auch wenn beide Seiten teilweise mit unterschiedlichen Zielrichtungen verhandeln, ist es dennoch die partnerschaftliche Zusammenarbeit, zu der sich Stadt und BImA in der Konversionsvereinbarung verpflichtet haben", erläutert Siegfried Thielen, Dezernent für Planungs- und Baukoordination.

Weitere Direktkäufe sollen folgen

Den Reihenhäusern am Standort Dachsleite sollen weitere Direktankäufe folgen: das Sportplatz-Gelände am Borghorstweg mit südlich angrenzenden Grundstücken sowie die Standorte Arnheimweg, Muckermannweg und Sibeliusstraße. Auch für den Standort Sandfortskamp werden Gespräche geführt. An den Standorten Vivaldistraße (Rumphorst) und Zum Erlenbusch (Angelmodde) sollen Kindertageseinrichtungen realisiert werden.

Viel hat sich im ersten Halbjahr 2013 bereits getan: Der Vermarktungsprozess der BImA ist gestartet, zuletzt das Verkaufsverfahren mit Festpreisen am Wilhelm-Holthaus-Weg in Gremmendorf. Den Anspruch, die städtebauliche Qualität der Siedlungen zu sichern, verfolgt das städtische Planungsamt. Gleich sechs Bebauungspläne haben die Stadtplaner parallel ins Aufstellungsverfahren gebracht, die u.a. die An- und Ausbaumöglichkeiten der Häuser regeln und mögliche ergänzende Neubaufelder festlegen. Der Planungsausschuss hat gerade drei Entwürfe zur Offenlegung frei gegeben (Bebauungspläne Nr. 556 Ostpreußenstraße, Nr. 552 Wiegandweg, Nr. 550 Volbachweg). Drei weitere Pläne befinden sich im Vorentwurfs-Status, darunter der Bebauungsplan für den Rumphorstweg. Für diesen Standort sind alle Interessierten am Donnerstag, 11. Juli zur Bürgeranhörung eingeladen (Thomas-Morus-Schule, 18 Uhr).

Der direkte Austausch mit der Bürgerschaft und die Transparenz des Planungsprozesses sind den Stadtplanern sehr wichtig. Dafür sorgen regelmäßige Veranstaltungen und ein breites und laufend aktualisiertes Informationsangebot im Internet.

(Redaktion)


 


 

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