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  • 15.11.2013, 10:44 Uhr
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  • Münsterland
Zertifikat „Europass Mobilität“

Als Azubi in Irland Auslandserfahrung gesammelt

Kolja Hagel macht bei der Oase GmbH in Hörstel-Riesenbeck eine Lehre zum Industriekaufmann – insoweit nichts Besonderes. Anders als in machen Studiengängen gehört Auslandserfahrung nicht unbedingt zum Ausbildungsprogramm.

Bei Kolja Hagel war das anders. Er schaute Kollegen in Irland über die Schulter. Dafür hat der 24-Jährige aus Velpe jetzt den „Europass Mobilität“ bekommen.

Wege zur Internationalisierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung zeigte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen jetzt in diesem Zusammenhang in Münster auf. Im IHK-Forum „Aus- und Weiterbildung weltweit“ berichteten Auszubildende und junge Fachkräfte, darunter Kolja Hagel, über ihre Erfahrungen mit Lern- und Arbeitsaufenthalten in Irland, Italien, Israel, Japan und den Niederlanden. Henning Rehbaum, Mitglied des Landtages NRW, überreichte den acht Nachwuchskräften aus dem Münsterland das Zertifikat „Europass Mobilität“,

Nach dem Abitur am Graf-Adolf-Gymnasium in Tecklenburg hatte sich Hagel für eine Ausbildung entschieden. Im Frühjahr war er im Zuge seines zweiten Lehrjahres bei der Oase GmbH einen Monat lang tätig bei der GreenYourGoods Ltd . Rubicon Building im irischen Bishopstown in der Grafschaft Cork. Dort hat er den E-Bay- und Online-Shop mitverwaltet. Er hat Kundenanfragen beantwortet und Übersetzungsarbeiten geleistet. Darüber hinaus hat er Produkttests gemacht.

Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz

„Unternehmen, die ihren Nachwuchskräften ein Auslandspraktikum ermöglichen, profitieren selbst davon“, betonte Norbert Steinig, Leiter der IHK-Stabsabteilung Weiterbildung, beim Forum „Aus- und Weiterbildung weltweit“. Denn wer mit ausländischen Partnern erfolgreich zusammenarbeiten wolle, brauche Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz.

NRW-Landtagsmitglied Rehbaum beglückwünschte die jungen Fachkräfte zu dem Mut, eine Zeit lang ins Ausland zu gehen, um berufliche Erfahrungen zu sammeln. „Wer einmal im Ausland gelebt hat, gewinnt an Selbstvertrauen und sieht seine Heimat mit anderen Augen“, berichtete Rehbaum. Auslandsaufenthalte zur Aus- und Weiterbildung stellten einen wertvollen Beitrag zum europäischen Einigungs- und Friedensprozess dar.

André Böing, Mobilitätsberater der Gesellschaft für Bildung und Technik mbH der IHK Nord Westfalen, informierte die Unternehmensvertreter, Auszubildenden, Fachkräfte und Berufs-schullehrer über Förderprogramme und zeigte auf, wie betriebliche Auslandsaufenthalte realisiert werden können. „Wir unterstützen Unternehmen und Nachwuchskräfte bei der Suche nach Praktikumsplätzen, bei der Beantragung von Fördermitteln und bei der Abwicklung der Formalitäten“, erklärte Böing.

Die Arbeit der IHK-Mobilitätsberatung ist eingebunden in das bundesweite Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert wird.

(Frank Klausmeyer)


 


 

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