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  • 24.11.2014, 09:06 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Zukunft des FMO

Diskussion um mögliche Insolvenz des Flughafens Münster/Osnabrück

Eine neue Dimension in der Debatte um die Zukunft des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO): Offensiv und im Nachgang ungewöhnlich öffentlich diskutieren SPD und CDU in den Finanzgremien des Landkreistages Osnabrück inzwischen über ei­ne geordnete Insolvenz des angeschlagenen Airports in Greven.

„Jaw­ohl, wir haben das Thema in ei­ner Sondersitzung des Finanzausschusses besprochen“, erklärte SPD-Vertreter Dieter Selige.

Auch wenn der Landkreis mit seinen fünf Prozent FMO-Anteilen einer der kleinen Eigner sei: Der FMO sei wichtig für die Region. Wer den Flughafen darum in die Zukunft retten wolle, müsse auch an seiner Restrukturierung arbeiten. „Da kann eine geordnete Insolvenz durchaus vernünftig sein“, unterstrich der Ausschuss-Vorsitzende Dr. Siegfried Strautmann (CDU).

Dieser Sicht nähern sich offenbar auch im Münsterland immer mehr CDU-Kreise an. Jedenfalls hat unlängst ein Treffen von CDU-Fraktionen stattgefunden, bei dem das Thema Insolvenz ebenso auf der Tagesordnung gestanden haben soll wie die Möglichkeit ei­nes Schuldenschnitts.

Schulden in Höhe von 110 Millionen Euro

Auf rund 110 Millionen Euro beläuft sich inzwischen der Schuldenberg des FMO. Bei dessen Abtragung sollen aus Sicht der kommunalen Ei­gentümer offenbar auch die Kreditinstitute helfen; die Banken sollen dem Vernehmen nach auf bis zu 40 Prozent ihrer Forderungen verzichten.

Für die CDU im Landkreistag steht der FMO keinesfalls zur Disposition. „Die Frage ist aber, wie viel Flughafen wir künftig benötigen“, sagt Fraktionschef Martin Bäumer. So, wie der FMO derzeit dastehe, sei er überdimensioniert – Teile des Terminals ließen sich anderweitig besser nutzen. „Warum nicht als Factory-Outlet-Center?“, fragt der Landtagsabgeordnete.

(Elmar Ries, WN)


 


 

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