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Infos über radioaktive Strahlung

Radioaktive Strahlung ist grundsätzlich eine ganz natürliche Erscheinung, die bereits seit Entstehung der Erde vorhanden ist. Sie kommt sowohl aus dem Weltraum (Höhenstrahlung) als auch aus der Erde selbst. Der Mensch hat seit der Entdeckung der Kernspaltung zusätzliche künstliche radioaktive Strahlung geschaffen. Sie ist das Produkt der Zerfallsreihen instabiler Isotope, die durch Kernprozesse entstehen.

Arten radioaktiver Strahlung

Jedes Atom enthält einen Atomkern. Er besteht aus elektrisch positiv geladenen Protonen und elektrisch Es gibt drei verschiedene Arten radioaktiver Strahlung: α-Strahlung besteht aus doppelt positiv geladenen Heliumkernen, β—Strahlung besteht aus Elektronen, γ-Strahlung ähnelt sehr stark der Röntgenstrahlung. α-Strahlung besitzt die niedrigste Energie. Sie reicht in der Luft nur wenige Zentimeter weit und kann bereits durch ein Blatt Papier vollständig abgeschirmt werden. β—Strahlung besitzt mehr Energie. Sie reicht an der Luft mehrere Meter weit und kann erst durch eine 3 mm dicke Bleioder eine 5 mm dicke Aluminiumschicht vollständig abgeschirmt werden. Die lichtähnliche γ-Strahlung besitzt die meiste Energie. Ihre Reichweite ist im Vakuum unbegrenzt vom Ausgangeines Kollimators einer Röntgenstrahlapparatur etwa 1 m und ihre Energie kann pro 5 mm Bleischicht um eine Zehnerpotenz verringert werden. Ganz abschirmen kann man sie allerdings
nicht.

Nachweis radioaktiver Strahlung

Radioaktive Strahlung ist mit menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar, wir können sie weder hören, riechen, sehen noch fühlen. Ihr Nachweis beruht auf ihrer Eigenschaft, umliegende Stoffe zu ionisieren. In der Nebelkammer wird ein dichter alkoholischer Nebel erzeugt, in dem sich der Weg der radioaktiven Strahlen durch Tröpfchenbildung sichtbar machen lässt. Im Geiger-Müller-Zähler schlägt die radioaktive Strahlung aus einem Edelgas Elektronen heraus, die unter Verstärkung des Prozesses an einer Anode Strom fließen lassen, der quantifizierbar ist.

Energie radioaktiver Strahlung

Die Energie radioaktiver Strahlung ist abhängig von der genauen Art der Isotope, von der sie stammt. Die gleiche Strahlungsart aus verschiedenen Isotopen kann sich von der Energie her stark unterscheiden. Grundsätzlich gilt: α-Strahlung besitzt die niedrigste Energie, β—Strahlung besitzt mehr Energie und die lichtähnliche γ-Strahlung besitzt die meiste Energie.

Nachweismethoden

Wir können radioaktive Strahlung weder sehen, fühlen, riechen noch hören. Die wichtigste Nachweismethode ist die Nebelkammer. In ihr wird ein dichter Nebel aus Alkohol erzeugt, in dem die stark ionisierenden radioaktiven Strahlen durch Tröpfchenbildung sichtbar werden. Im berühmten Geigerzähler (eigentlich: Geiger-Müller-Zähler) lässt die radioaktive Strahlung Strom fließen, der messbar ist.

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(Redaktion)


 


 

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