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ADAC-Scheinwerfertest

Xenonscheinwerfer zahlen sich aus

ADAC-Tester haben untersucht, ob sich die gegen Aufpreis erhältlichen Xenonscheinwerfer im Vergleich zu den serienmäßigen Halogenlichtern wirklich lohnen. Ergebnis: Der Vorteil von Xenonscheinwerfern ist enorm. Bei den getesteten Autos setzt sich das Xenonlicht deutlich vom Serien-Halogenlicht ab. Es leuchtet die Straße besser aus.

Testkandidaten waren die Mercedes E-Klasse, der Nissan Qashqai, der Opel Insignia, der Superb von Skoda, der VW Golf sowie der Audi R8.

Ausnahme: Nissan Qashqai

Bis auf den Nissan Qashqai zeigen sich bei allen Test-Autos erhebliche Vorteile durch Xenonscheinwerfer. Der Nissan Qashqai kann beim Xenonlicht keine Vorteile gegenüber seinem recht guten Halogenlicht ausspielen, weil ihm ein Linsensystem fehlt, welches das Licht in optimale Bahnen lenkt. Der Aufpreis für die Xenonversion rentiert sich beim Qashqai also nicht.

Der ADAC fordert, dass Xenonscheinwerfer für alle Fahrzeugklassen und Modelle lieferbar sein sollten. Sie bieten ein deutliches Plus an Sicherheit und sind kein Luxuszubehör. Die Hersteller sollten allerdings die Preise für die Xenonlösung moderat halten. Dass es sich lohnt, auf den Preis zu achten, zeigt Skoda beim Modell Superb. Man bekommt bei diesem Auto ein gutes Xenonlicht zum angemessenen Aufpreis. Das Xenonlicht der Mercedes E-Klasse ist insgesamt nur etwas besser als das des Superb, kostet aber fast 700 Euro mehr.

Die E-Klasse mit Xenonscheinwerfern gewinnt deutlich gegenüber dem gleichen Modell mit Halogenscheinwerfern. Lichthelligkeit, Reichweite, aber auch die seitliche Ausleuchtung sind deutlich besser. Der VW Golf dagegen holt aus dem Xenonlicht nicht das volle Potenzial heraus. Der Aufpreis für Xenon ist beim Golf mit 1 295 Euro außerdem recht hoch. Da aber das Halogenlicht beim Golf mit gerade einmal ausreichender Reichweite aufwartet und das Licht recht fleckig auf die Straße geworfen wird, ist hier die Xenonlösung unbedingt zu empfehlen. Das Halogenlicht beim Opel ist nur ausreichend. Die Reichweite ist zu kurz, die Lichtverteilung zu unausgeglichen und die Ausleuchtung in Kurven zu schwach. Ganz erheblich besser ist die Xenonvariante, denn sie bietet mehr Sicherheit. Das Geld für das Xenon-Paket ist beim Opel Insignia gut angelegt. Auf Wunsch kann Auf- und Abblenden des Xenonfernlichts ein Fernlichtassistent übernehmen.

Sonderstellung: Audi R8

Der Audi R8 nimmt in diesem Test eine Sonderstellung ein. Er verfügt als erstes Serienfahrzeug über Voll-LED-Scheinwerfer. Diese werden in Zukunft die Halogenscheinwerfer ablösen. Übertreffen kann dieses Licht den Testsieger Mercedes E-Klasse nicht, trotzdem ist das Ergebnis beeindruckend. Der hohe Kontrast der ausgeleuchteten Umgebung gibt dem Fahrer ein hohes Sicherheitsgefühl. Noch eindrucksvoller ist die Wirkung des Fernlichts.

ADAC

(Redaktion)


 


 

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