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BVMW: "Schlechte Bildung verschärft Fachkräftemagel"

Michael Woltering vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) beklagt den mangelhaften Bildungszustand der Schulabgänger. Es werde zunehmend schwerer geeignete Auszubildende zu finden.

„Geeignete Auszubildende für offene Lehrstellen zu finden, wird mehr und mehr zur Glückssache“, stellt Michael Woltering, Leiter der Wirtschaftsregion Niedersachsen West/ Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) besorgt fest. Von 2006 bis 2012 stieg die Zahl der Lehrstellen, die nicht besetzt werden konnten, von 11 auf über 20 Prozent. Häufigster Grund ist die mangelnde Ausbildungsreife der Bewerber.

„Fast jedes Unternehmen klagt darüber, dass sich Schulabgänger bei ihren Bewerbungen nur mangelhaft schriftlich und mündlich ausdrücken, schlecht rechnen können und miserable Umgangsformen haben“, so Woltering. „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wirken sich diese Defizite doppelt schwer auf den Fachkräftemangel und damit auf die Konkurrenzfähigkeit der niedersächsischen Unternehmen aus.“ Um bei Schulabgängern vorhandene Mankos auszugleichen, bieten inzwischen immer mehr Betriebe Praktika an. Doch das kann kaum die Lösung des Problems sein, wie der BVMW Beauftragte meint: „Als Stimme des Mittelstands fordern wir die Politik auf, endlich mit geeigneten Maßnahmen für ein besseres Bildungsniveau bei Schulabgängern zu sorgen. Außerdem müssen Schüler der Abschlussjahrgänge durch praxisnahen Unterricht klarer auf das Berufsleben vorbereitet werden und mehr über einzelne Berufe erfahren.“ Neben den klassischen Bewerbern für Ausbildungsplätze sieht Woltering auch Abiturienten als vielversprechende Kandidaten an. „Um diese Zielgruppe zu gewinnen, sollte in der Oberstufe über die Möglichkeiten eines weiterführenden Studiums nach einer dualen Ausbildung sowie einigen Jahren Berufserfahrung informiert werden“, so seine Forderung.

„Mittelständische Unternehmen stellen sich seit Generationen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, indem sie viel Energie und Finanzmittel für die Ausbildung des Nachwuchses aufbringen. Eine wichtige Aufgabe, die auch in Zukunft mit viel Engagement erfüllt werden wird. Damit dies gelingen kann, sind allerdings auch deutlich mehr Anstrengungen von der Politik, den Schulen und den Elternhäusern gefragt.“

Quelle: Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)

(Redaktion)


 


 

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