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Beratungsprotokoll

Neue Regelung beim Erwerb von Immobilienfonds seit 01. Januar 2010

Falschberatungen bei Anlagemöglichkeiten konnten Anleger den Banken bisher nicht nachweisen. Ein Protokoll soll die Bankberatungen transparenter machen.

Bisher galt die Pflicht, ein Beratungsprotokoll zu führen, für Versicherungen. Seit dem 01.01.2009 ist diese Pflicht ausgeweitet worden.

Die richtige Beratung durch die Bank ist bei dem Erwerb von Immobilienfonds und anderen Anlagemöglichkeiten eine wichtige Angelegenheit. Wer in den letzten Jahren durch Banken schlecht beraten worden ist, hatte bisher wenig Möglichkeiten die Falschberatung nachzuweisen. Seit dem 01. Januar 2010 soll das einfacher geworden sein. In einem Beratungsprotokoll soll festgehalten werden, welche Anlageziele gewünscht werden und welche Erfahrungen der Kunde bereits mit verschiedenen Finanzprodukten wie Fonds oder Aktien besitzt. Der Berater muss detailliert seine Empfehlungen und Begründungen aufführen. Auch alle Informationen, die er dem Kunden vorlegt sowie die Höhe möglicher Gebühren und Provisionen der Bank muss das Protokoll beinhalten.

Ein wichtiger Teil ist die Risikoabschätzung; der Kunde muss vorher wissen, ob bei der empfohlenen Anlage ein Komplettverlust möglich ist oder nicht. Vor Abschluss des Vertrages sollte der Kunde das Protokoll aufmerksam lesen und prüfen, ob die Empfehlungen seinem Anlageziel entsprechen. Michael Bruns, Vorstandsvorsitzender des Immobilienverbandes IVD Nord-West sieht diese Art der Dokumentation allerdings skeptisch: „In meinen Augen dient es eher den Beratern bei der Bank Haftungsansprüche abzuwehren.“

Quelle: IVD Nord-West

(Redaktion)


 


 

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