Weitere Artikel
Biolebensmittel

Wie sieht der typische Biokäufer aus?

Das Max-Rubner-Institut (MRE) widmete sich in der aktuellen Nationalen Verzehrstudie II der Frage, ob ein Zusammenhang zwischen dem Einkauf von Biolebensmitteln und dem Lebensstil besteht. Rund 14.200 Konsumenten gaben Auskunft über ihre Ernährungsgewohnheiten und begründeten somit die umfassendste Datenbasis, die es in Deutschland je gegeben hat.

Der typische Biokäufer

Und so kann den Erkenntnissen zufolge der typische Biokäufer charakterisiert werden: Er zeigt insgesamt eine gesündere Lebensmittelauswahl, verzehrt mehr Obst und Gemüse und weniger Fleisch und Wurstwaren. Er konsumiert weniger Süßwaren, Limonaden und Tabakwaren und ist zudem sportlich aktiver. Bio-Konsum sei dabei längst nicht mehr ausschließlich eine Frage des Geldbeutels, so die Erkenntnisse der Nationalen Verzehrstudie II. Denn auch in der Studien-Gruppe mit dem niedrigsten Einkommen haben sich inzwischen Intensivkäufer biologischer Lebensmittel gefunden.

Bioprodukte sind für gesamte Bevölkerung attraktiv

Das Marktforschungsunternehmens GfK bestätigt, dass Bioprodukte schon lange für die gesamte Bevölkerung attraktiv sind. Einer Analyse zufolge kauften im vergangenen Jahr 94 Prozent der deutschen Haushalte Bioprodukte und gaben dabei im Schnitt 84 Euro aus.

Durchschnittlich 20 Mal landeten Biolebensmittel im Einkaufskorb, das entspricht 3,9 Prozent der jährlichen Gesamtausgaben für Lebensmittel. Ungeachtet der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage hat der ökologische Landbau auch im Jahr 2009 weiter zugelegt: Statistiken des Bundesministeriums für Ernährung zufolge hat die Anzahl der Öko-Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 1.234 zugenommen. Insgesamt liegt der Anteil der Öko-Landschaft bei 5,6 Prozent – gemessen an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe.

Was ist eigentlich Bio?

Die ökologische Landwirtschaft verzichtet auf bestimmte Pflanzenschutzmittel, Wachstumsförderer, Mineraldünger und Gentechnik. Zudem dürfen den Erzeugnissen keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Farb- und Konservierungsstoffe zugefügt werden. Nur dann können sie unter dem Namen Bio verkauft werden. Doch der Verzicht auf Konservierungsstoffe macht Produkte leichter verderblich und anfälliger für eine bakterielle Kontaminierung schon während der Produktion. Hackfleisch gehört aufgrund des Zerkleinerungsgrades und der damit verbundenen größeren Oberfläche zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Durch die Zerkleinerung ist die Kontaktoberfläche mit der umgebenden Atmosphäre sehr viel größer, es herrschen optimale Wachstumsbedingungen für zahlreiche verderbnisverursachende und krankheitserregende Mikroorganismen.

Klartext Online

(Redaktion)


 


 

Biolebensmittel
Biokäufer
Bioprodukte
Zerkleinerung
Verzehrstudie
Konservierungsstoffe
Erkenntnisse
Bio
Bevölkerung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Biolebensmittel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: