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BVMW Statement

„Niedersachsen braucht stabile Verhältnisse in bewegten Zeiten“

Dies gibt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover und Landesbeauftragter für Politik des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), angesichts der bevorstehenden, vorgezogenen Wahl in Niedersachsen zu bedenken. „Die Probleme mit Dieselmotoren und VWs Software-Schummel, belasten Niedersachsens Mittelstand neben allen anderen Herausforderungen der Zukunft in besonderer Weise. In dieser Situation sind klare politische Mehrheiten nach der Landtagswahl im Oktober äußerst wünschenswert.

Als Stimme des Mittelstands erwarten wir von einer neuen Landesregierung unter anderem, dass sie sich für eine Nachrüstung der alten Dieselfahrzeuge und eine Rückkaufpflicht für Hersteller bei manipulierten, gewerblich genutzten Dieselfahrzeugen stark macht. Die Doppelfunktion maßgeblicher Politiker als Volksvertreter und Vertreter der staatlichen Unternehmensbeteiligung, darf hierbei keine Rolle spielen. Des Weiteren muss Niedersachsen für den Erhalt seiner Identität als Autoland, eine Vorreiterrolle in Sachen Elektromobilität übernehmen. Dies kann aber nur gelingen, wenn Elektromobilität nicht durch Quoten, sondern durch Anreize gefördert wird. Vorrangiges Ziel muss dabei die Entwicklung leistungsstarker Energiespeicher und der flächendeckende Ausbau der Ladeinfrastruktur sein.

Glücklicherweise sind derzeit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter anderem dank des niedrigen Ölpreises, geringer Zinsen und der wirtschaftlichen Erholung des Euroraumes sehr gut für die Auftragslage von Niedersachsens Mittelstand. Gleichzeitig schwächt der steigende Fachkräftemangel die Innovationskraft vieler Unternehmer. Die neue Landesregierung ist darum auch hier massiv gefordert. Besonders der dualen Ausbildung muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ihre Förderung sollte darum bereits in den allgemeinbildenden Schulen beginnen.

Allgemein ist zu hoffen, dass sich nach der Landtagswahl eine Regierung mit stabiler Mehrheit bilden kann, die den Niedersächsischen Mittelstand nicht nur als Beiwerk großer Konzerne begreift, sondern als das ansieht, was er tatsächlich ist: Der Innovations-Motor der Wirtschaft unseres Landes.“

(Redaktion)


 


 

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