Weitere Artikel
Erbschaftssteuer

BVMW: Mittelstand fordert Aus der Erbschaftssteuer

Jörn Kater Leiter Metropolregion Hannover vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sieht mit der heutigen Kabinettsentscheidung Investitionen gefährdet und die Unternehmensnachfolge erschwert.

Der Kompromiss schadet vor allem dem Mittelstand, denn gerade dort werden Ausbildungs- und Arbeitsplätze sichergestellt und wandern auch nicht ab. „Deswegen sollte die Politik ein großes Interesse daran haben, dass Betriebe gehalten werden und der Generationswechsel funktioniert. Genau davon lebt auch unsere Wirtschaft in der Region,“ so Kater vom BVMW.


„Es gibt nur eine einzige gerechte, verfassungsrechtlich saubere und zugleich unbürokratische Lösung: die vollständige Abschaffung der Erbschaftssteuer. Wir reden bei der Erbschaftssteuer von einem Gesamtaufkommen von nur 5,5 Milliarden Euro, von denen laut Schätzungen die Hälfte allein für die Erhebung verloren geht. Grade unter dem Gerechtigkeitsaspekt ist die Erbschaftssteuer mehr als fragwürdig: Das Vermögen ist aus schon versteuertem Einkommen gebildet worden; es liegt also eine Doppelbesteuerung vor.“ 

„Der Staat sollte jedem, der bereit ist einen mittelständischen Betrieb weiterzuführen, dankbar sein und ihm nicht Knüppel zwischen die Beine werfen. Es hat doch seinen Grund, warum Schweden, Österreich, Neuseeland, Australien und Canada keine Erbschaftssteuer haben und in der Schweiz gerade eben mit einer Riesenmehrheit die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer in einem Referendum abgelehnt wurde.“Jörn Kater vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft setzt darauf, dass diese Vorlage im Deutschen Bundestag noch verändert wird. 

„Wir fordern gerade die Bundestagsabgeordneten von CDU/ CSU und SPD aus unserer Heimat auf, sich in Berlin dafür einzusetzen, dass die Vorlage aus dem Finanzministerium so nicht beschlossen wird. Wenn es leider noch nicht in Deutschland durchsetzbar ist, diese sinnlose Steuer abzuschaffen, dann muss es wenigsten zu einem Flat-Tax-Tarif mit einem Steuersatz deutlich unter zehn Prozent und zu einer Verdoppelung der aktuellen Freibeträge kommen. Außerdem müssen mittelständische Unternehmen die Möglichkeit erhalten, ihre Steuerschuld über zehn Jahre zu strecken. Die Erbschaftssteuerreform darf nicht auf dem Rücken des Mittelstandes ausgetragen werden!“

Quelle: Presse BVMW

(Redaktion)


 


 

Erbschaftssteuerreform
Betrieb
Steuer
Kabinettssitzung
Karslruhe

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Erbschaftssteuerreform" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: