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Wer haftet bei Brandschäden durch Feuerwerkskörper?

Richtet man mit gezündeten Feuerwerkskörpern auf dem Nachbargrundstück Schäden an, so haftet der Verursacher nur bei fahrlässigem Verhalten. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.

Damit nahm der BGH einen Mann aus der Haftung, der am Neujahrsabend eine Feuerwerksrakete abgeschossen hatte, die hohen Schaden anrichtete.

Der Beklagte hatte am Neujahrsabend auf seinem Grundstück eine Leuchtrakete gezündet, die in eine Scheune auf dem Nachbargrundstück einschlug, dort explodierte, und einen ganzen Gebäudekomplex in Brand setzte. Den Schaden in Höhe von etwa 418.000 Euro wollte die Sachversicherung vom Verursacher ersetzt bekommen.

Die Richter des BGH verneinten einen Zahlungsanspruch. Begründung:  Im vorliegenden Fall ist ein nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch, der unabhängig vom Verschulden entsteht, nicht anwendbar. Denn dieser setze voraus, dass das zu einer Gefährdung führende Verhalten auf dem Nachbargrundstück einen sachlichen Bezug zu diesem aufweise. Diesen sachlichen Bezug konnte der Senat jedoch nicht feststellen. Vielmehr diente das Abschießen der Feuerwerksrakete der Befolgung eines gesellschaftlichen Brauches.

IVD

(Redaktion)


 


 

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