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SEPA-Einführung - Was gilt es zu beachten?

Die Einführung des SEPA-Verfahrens rückt näher, doch viele Unternehmen und Verbraucher sind nicht auf die Umstellung vorbereitet. Bislang existieren nur vage Vorstellungen was sich für Verbraucher und Unternehmen ändern wird.

Was ändert sich für Verbraucher mit der SEPA -Einführung?

Verbraucher müssen für Überweisungen und Lastschriften die internationale Kontokennung IBAN (International Bank Account Number) verwenden. Diese Nummer setzt sich aus der bisherigen Kontonummer, Bankleitzahl und einer zweistelligen Prüfziffer sowie der Länderkennung DE zusammen. Detaillierte Informationen erhalten Verbraucher bei ihrem Kreditinstitut.

Die meisten Verbraucher lassen ihre Telefon und Stromkosten direkt über eine Einzugsermächtigung abbuchen. Mit der SEPA-Einführung gelten alle bisher erteilten Einzugsermächtigungen weiter und können als SEPA-Lastschrift genutzt werden. Eine Ausnahme: Liegt dem Zahlungsempfänger noch keine schriftliche Einzugsermächtigung vom Verbraucher vor, so wird dieser vom Zahlungsempfänger zur Neu-Erteilung eines Lastschriftmandats in Schriftform aufgefordert.

SEPA-Lastschriftmandat erteilen

Der Kontoinhaber erklärt mit dem SEPA-Lastschriftmandat sein Einverständnis und gibt seiner Bank den Auftrag, dass der Zahlungsempfänger Geld von seinem Konto einziehen darf – eine Einwilligung per Mail oder telefonisch ist nicht mehr möglich. Der Zahlungsempfänger (zum Beispiel Stromanbieter, Amazon, Telefonanbieter) muss außerdem den Kontoinhaber 14 Tage vorher über eine Abbuchung informieren. Ferner verlängert sich die Einspruchsfrist von sechs auf acht Wochen, wenn zuvor ein Mandat erteilt wurde.Die SEPA-Umstellung ist für Verbraucherinnen und Verbraucher kostenlos. Kredit- und EC-Karten werden beim turnusgemäßen Kartenaustausch mit der neuen IBAN-Kennzeichnung versehen.

Was ändert sich für Unternehmen mit der SEPA-Einführung?

Unternehmen, die ihren Kunden die Bezahlung per Überweisung oder Lastschrift anbieten, müssen bis zum 1. Februar 2014 die nach der EU-Verordnung erforderlichen technischen Umstellungen vornehmen (z.B. Verwendung der IBAN). Die IBAN finden Unternehmen bereits auf Ihren Kontoauszügen. 

Bei neuen Vertragsabschlüssen nach dem 1. Februar 2014 werden nur noch SEPA-Mandate verwendet. Bereits erteilte schriftliche Einzugsermächtigungen können als SEPA-Lastschriftmandate genutzt werden. Neue Mandate müssen für die SEPA-Lastschrift bei Neukunden oder bei Kunden wo noch keine Einzugsermächtigung vorliegt eingeholt werden.

Wenn ein Unternehmen über SEPA-Lastschriften Geld einzieht, brauchen sie eine Gläubiger-Identifikationsnummer. Diese können Unternehmen kostenlos bei der Deutschen Bundesbank beantragen. Liegen Unternehmen bereits Einzugsermächtigungen vor, gilt es ihrem Kunden oder Lieferanten ihre Gläubiger ID und die jeweilige Mandatsreferenz (zum Beispiel die Kundennummer) mitzuteilen.

Quelle: SEPA Deutschland.de

(Redaktion)


 


 

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