06.05.2010  12:26 Uhr

Frauenquote
Mehr Frauen und Migranten in Chefetagen nötig

Niedersachsen-Ost. Die Vorstände und Chefetagen der großen deutschen Unternehmen sollen nach Meinung des Deutschen Managerverbandes offener für Frauen und Migranten werden. Ein solcher Schritt steigere die Wettbewerbsfähigkeit und erhöhe die Akzeptanz bei Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern.

"Wir wissen aus vielen Studien, dass Frauen anders führen als Männer. Wir wissen auch, dass die Wirtschaft immer internationaler und globaler wird und dass sich die hiesige Gesellschaftsstruktur ändert. Interkulturelle Kompetenzen sind wichtig für Geschäftsbeziehungen im Ausland und für die Mitarbeiter-, Kunden- und Wirtschaftsstruktur im Inland", erklärt Rainer Willmanns, Vorsitzender des Deutschen Managerverbands den Vorstoß.

Der Dialog mit den Belegschaften und deren gewählten Vertretern könne sich verbessern, die Chancen auf neue Kunden- und Marktsegmente seien zu erwarten. Von den verschiedenen Sicht- und Herangehensweisen könnten Unternehmen nur profitieren. Das gelte für den Personalbereich genauso wie für das Marketing, den Vertrieb und die Entwicklung neuer Produkte.

Rainer Willmanns ist sich sicher: "Wer auf mehr Frauen und Migranten in den Chefetagen, Vorständen und Aufsichtsräten verzichtet, verschenkt wertvolle Ressourcen und wird im globalen Wettbewerb an Boden verlieren."

Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel sind wichtige Fragen für die Wirtschaft. Eine gezielte Förderung von Frauen und Migranten in Unternehmen könne eine Antwort sein, meint der Deutsche Managerverband.

Eine allgemeine Frauen- oder Migrantenquote sei jedoch keine Lösungsoption. Das sei allein eine Frage der Unternehmensführung und des Managements, so der Vorsitzende des Deutschen Managerverbandes. Auch wenn die generelle Entwicklung hin zu mehr Frauen und Migranten im Management im Interesse der deutschen Wirtschaft sei, so gehe dies dennoch die Politik nichts an. Freiwillige Selbstverpflichtungen seien der bessere Weg, um die Akzeptanz der Unternehmen dafür zu erhöhen. Ausschlaggebend für die Besetzung einer Position müsse trotz allem allein die Eignung und die Qualifikation sein.

Quelle: Haufe Online-Redaktion


 

(Redaktion)

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