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Frühjahrsvollversammlung

Handwerkskammer Hannover zieht positive Bilanz für 2012

In der Frühjahrsvollversammlung der Handwerkskammer Hannover zogen Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller und Hauptgeschäftsführer Jans-Paul Ernsting eine positive Bilanz und sehen gedämpft optimistisch ins Jahr 2013.

„2012 war ein gutes Jahr für das Handwerk,
auch wenn das wirtschaftliche Umfeld für unsere 18.707 Mitgliedsbetriebe
mit ihren 100.180 Beschäftigten und 8.881 Auszubildenden
insgesamt schwieriger geworden ist.“ Das machte der Präsident der
Handwerkskammer Hannover, Walter Heitmüller, bei der heutigen
Frühjahrsvollversammlung deutlich. Denn die aktuelle Konjunkturumfrage
für das Frühjahr 2013 zeige eine schlechtere Geschäftslagebeurteilung
im Gesamthandwerk als im gleichen Zeitraum des Vorjahres,
und auch bei den Auftrags- und Umsatzzahlen sei die Tendenz eher
negativ.

Spürbare Abschwächung erwartet
Insgesamt rechnet Heitmüller mit einer spürbaren Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung. Daher werde die Handwerkskammer Hannover weiterhin großes Gewicht darauf legen, bei der Politik für eine handwerksgerechte Wirtschaftspolitik zu streiten. Dass das Erfolg habe, zeige die Reaktion der neuen Landesregierung auf das Positionspapier der Handwerkskammer Hannover zur Landtagswahl im Januar 2013. „Wir
begrüßen es sehr, dass im Koalitionsvertrag steht, dass die rot-grüne Koalition ihren besonderen Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen legen will und insbesondere die Wirtschafts- und Bildungsleistung des Handwerks anerkennt,“ erklärte Heitmüller.

Hauptgeschäftsführer Jans-Paul Ernsting führte aus, dass das Jahr 2012 für das Handwerk im Kammerbezirk Hannover mit einer positiven Bilanz abgeschlossen habe. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe sei erneut gestiegen. Demnach waren Ende Dezember 2012 18.707 Betriebe in der Handwerksrolle eingetragen. Das sind 0,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit habe sich das Handwerk auf gutem Niveau stabilisiert. Mit Sorge wies Ernsting aber darauf hin, dass die Gruppe der zulassungspflichtigen Handwerke erneut leicht geschrumpft sei. Hier wurden Ende 2012 11.192 Betriebe gezählt. Das entspricht einem neuerlichen Rückgang von 0,6 Prozent.
Er machte deutlich, dass rund 41 Prozent der Betriebe des
Handwerkskammerbezirks Hannover mittlerweile zum zulassungsfreien Handwerk und zu den handwerksähnlichen Gewerben gehören.
„Es bleibt dabei,“ so Ernsting, „seit Jahren entstehen sehr kleine neue Betriebe im Handwerk ganz überwiegend im zulassungsfreien Bereich, also dort, wo keine Qualifikationsnachweise für die Gründung erforderlich sind.“ Die Dequalifizierungsspirale, vor der die Handwerkskammer Hannover seit Jahren gewarnt habe, sei längst in Gang gesetzt. Die Folgen seien deutlich: zum einen sei ein großer Teil der Existenzgründungen im zulassungsfreien Bereich nicht nachhaltig. Zum anderen werde auch das Ausbildungsengagement in diesem Bereich weiter zurückgefahren. So waren am 31. Dezember 2012 nur noch 8.881 Auszubildende in der Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Hannover eingetragen.
Das entspricht einem Rückgang von 4,7 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr.

Neue Geschäftsführer gewählt:

Ein weiteres Ergebnis der Frühjahrsvollversammlung: es wurden zwei neue Geschäftsführer gewählt: Dipl.-Ing. Dipl.-Oec. Dietmar Rokahr wird künftig für den neu geschaffenen Geschäftsbereich Wirtschaft zuständig sein, Dr. Carl-Michael Vogt für den Geschäftsbereich Bildung und Recht.

Quelle: Handwerkskammer Hannover

(Redaktion)


 


 

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