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Gaskosten

Preiserhöhungen bei Gasversorgern treiben Kosten vor dem Winter nach oben

Vielen Verbrauchern steht wieder eine teure Heizsaison ins Haus. Grund hierfür sind die bereits vorgenommenen und noch anstehenden Preiserhöhungen bei zahlreichen Gasversorgern quer durch die Republik.

Nach Auswertungen des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de kletterten die Preise seit Beginn des Sommers bei über einem Viertel der rund 700 örtlichen Grundversorgungsunternehmen um durchschnittlich 11 Prozent in die Höhe. Eine ähnlich hohe Zahl von Anbietern hat zudem für den Beginn der Heizperiode im Oktober Preissteigerungen in der gleichen Größenordnung angekündigt.

„Die beste Möglichkeit, sich wirksam gegen steigende Preise zur Wehr zu setzen, ist die Wahl eines neuen und günstigeren Gasanbieters“, erklärt Daniel Dodt von toptarif.de. In vielen Regionen stehen mittlerweile über 50 alternative Wettbewerber zur Verfügung, die mit dem lokalen Grundversorger um die Gunst der Gaskunden konkurrieren.

„Bei der Wahl eines neuen Versorgers ist es ratsam darauf zu achten, ob die angebotenen Tarife auch eine entsprechend lange Preisgarantie besitzen. Diese sollte mindestens bis zum Ende der anstehenden Heizperiode gültig sein“, so Dodt. „Zwischen Anfang Oktober und Ende April fallen fast 90 Prozent des gesamten Wärmeenergiebedarfs eines Jahres an. Preiserhöhungen – insbesondere nach einem Anbieterwechsel – sind in diesem Zeitraum besonders unerfreulich, können aber im Vorfeld leicht durch entsprechende Garantien vermieden werden.“

In diesem Zusammenhang haben die Experten von toptarif.de aktuellen Angebote mit Preisgarantien in den 100 größten deutschen Städten ermittelt und mit den Tarifen der jeweiligen Grundversorger verglichen. Im Ergebnis zeigt sich, dass eine Absicherung gegen Preiserhöhungen vielerorts nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden sein muss. So werden in den günstigsten Wahltarifen der örtlichen Grundversorger durchschnittlich 1.302 Euro für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas fällig. Bei günstigen Angeboten mit Preisgarantien liegen die Kosten mit 1.213 Euro im Schnitt sieben Prozent darunter. Besonders deutlich ist die Diskrepanz in Städten wie Gelsenkirchen, Aachen, Chemnitz, Leverkusen und Bottrop, wo mehr als 250 Euro zwischen Wettbewerbern und Grundversorgern liegen.

Städtevergleich: Sparen mit Preisgarantien und Preisfixierungen

Noch günstiger wird es für Verbraucher, wenn sie sich für Tarife mit den im Vergleich zu den Garantien etwas weniger umfangreichen Preisfixierungen entscheiden. Im Hinblick auf diese Produkte liegen die durchschnittlichen Jahreskosten in den 100 größten Städten bei nur 1.090 Euro – rund 123 Euro unter den Angeboten mit Preisgarantien und sogar 212 Euro unter den günstigsten Wahltarifen der Grundversorger.

Zum besseren Verständnis: Eine Preisgarantie umfasst dabei in der Regel sämtliche Preisbestandteile mit Ausnahme der Mehrwertsteuer und deckt mindestens 84 Prozent des Endkundenpreises ab. Im Gegensatz dazu umfassen sogenannte Preisfixierungen meist nur die Kosten für Energiebeschaffung, Vertrieb und Netzentgelte (Transport) und lassen Änderungen bei staatlichen Steuern und Abgaben außen vor. Diesbezüglich ist der Endkundenpreis zu etwa 70 Prozent abgedeckt. Größere Relevanz besitzt die Unterscheidung zwischen Preisgarantie und Preisfixierung momentan eher am Strommarkt. Dort führen Änderungen bei der EEG-Umlage seit zwei Jahren regelmäßig zu konkreten Preisschritten auf der Anbieterseite, die je nach Art der Absicherung an die Endkunden weitergereicht werden können. Auf dem Gasmarkt existiert eine vergleichbare Umlage bislang nicht.

Zusätzlich zu Preisgarantien und Preisfixierungen bieten immer mehr Versorger auch sogenannte Festpreistarife an, bei denen die Gaskosten für zwei oder mehr Jahre „eingefroren“ werden. In einer Periode tendenziell steigender Preise bieten diese Produkte den Vorteil einer längerfristigen „Kostenbremse“. Allerdings muss der Kunde hierfür meist etwas tiefer in die Tasche greifen als bei konventionellen Produkten. Auch geht bei einer erheblich längeren Vertragsbindung dieser Tarife die Flexibilität verloren, auf Marktentwicklungen reagieren zu können, etwa wenn der Gaspreis wieder fallen sollte.

(toptarif.de)


 


 

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