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IHK Hannover

Wirtschaftliches Engagement in Entwicklungsländern mit EZ-Scout

Mittelständler in der Region Hannover werden ermuntert, stärker in Entwicklungs- und Schwellenländern tätig zu werden. Zahlreiche Förderprogramme stehen speziell für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung. Ein EZ-Scout wird als Berater für den Mittelstand in die IHK Hannover entsandt.

Die Förderprogramme des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für den deutschen Mittelstand werden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „wirtschaft.entwickelt.global“ vorgestellt. In mehreren Industrie- und Handelskammern im ganzen Bundesgebiet wird aufgezeigt, wie Mittelständler beim Eintritt in Märkte von Schwellen- und Entwicklungsländern unterstützt werden können. Am 15. November macht die Veranstaltungsreihe in Hannover Station. 

Ein neues Angebot der Förderung des Engagements deutscher Mittelständler in Schwellen- und Entwicklungsländern sind die sogenannten „EZ-Scouts“.

Diese Berater werden zu Verbänden sowie Industrie- und Handelskammern entsandt, um der regionalen Wirtschaft als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und aktiv die Zusammenarbeit mit dem BMZ zu fördern.

Die EZ-Scouts informieren und beraten zu Kooperationsinstrumenten und relevanten Investitionsmöglichkeiten. Die Entsendung von EZ-Scouts in die Institutionen der deutschen Wirtschaft findet seit Anfang 2011 statt. Nun geht auch an der IHK Hannover ein EZ-Scout an den Start. Er wird für zwei Jahre entsandt und soll dafür sorgen, dass insbesondere mittelständische Unternehmen gemeinsam mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit den Einstieg in neue Märkte finden.

Dr. Wilfried Prewo, Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, dazu: „Die Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit passt zu unserem Ziel, Unternehmen noch stärker beim Schritt auf Märkte in Entwicklungs- und Schwellenländer zu unterstützen. Hier bieten sich gute Chancen gerade in Bereichen, die in Niedersachsen stark vertreten sind: Ernährung und Lebensmittel-technik, Energie, Wasser oder Infrastruktur .“

Dr. Oliver Liersch, Niedersächsischer Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, ergänzt: „ Die starke Wirtschaft Niedersachsens ist geprägt von Unternehmen mit ganz unterschiedlichem Spezialwissen. Dieses Know-how Partnern in Entwicklungsregionen der Welt zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig dort neue Märkte zu erschließen, ist ein positiver Ansatz, denn Entwicklungszusammenarbeit ist keine Einbahnstraße. In dem Wissen, dass die Internationalisierung der Schlüssel zum Erfolg ist, verfolgen wir dauerhaft das strategische Ziel, die Internationalisierung insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen in Niedersachsen voranzutreiben.“

Entwicklungspolitik neu ausrichten

Die Neuausrichtung der Entwicklungspolitik des Bundes zielt unter anderem auf eine stärkere Einbindung der Wirtschaft in die Entwicklungszusammenarbeit. Insbesondere der deutsche Mittelstand wird durch Förderprogramme des BMZ in die Entwicklungspolitik eingebunden – zu beiderseitigem Vorteil. Die Partnerländer der Entwicklungszusammenarbeit gewinnen wertvolles Know-how. Der deutsche Mittelstand wird in die Lage versetzt, seine Geschäftstätigkeit global weiter auszubauen und neue Märkte zu erschließen. 

Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ergänzt: „Die nachhaltige Entwicklung von stabilen Märkten in Schwellen- und Entwicklungsländern ist ein wichtiges Ziel unserer Politik. In diesen Prozess wollen wir die deutsche Wirtschaft verstärkt einbinden. So gewinnen am Ende alle: Die Menschen in unseren Partnerländern haben die Chance auf Einkommen und Entwicklung, die deutsche Wirtschaft erhält Zugang zu neuen Märkten und der deutsche Steuerzahler wird entlastet.“ 

Vorteile für die beteiligten Wirtschaftsunternehmen

Unternehmen, die sich in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit engagieren, profitieren auf vielfältige Weise. Ein Unternehmen aus Hannover engagiert sich zum Beispiel für die nachhaltige Entwicklung im Tourismus. Das „Green Star Hotel System“ setzt auf die praktische Umsetzung und Anwendbarkeit vor Ort, damit auch kleine Hotels in der Lage sind, Umweltmanagement in ihren Betrieb zu integrieren. Die Initiative unterstützt so aktiv den Ressourcenschutz am Roten Meer – und der Touristikanbieter erschließt sich neue Destinationen und Reisende.

Erfolgsmodell Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft

Das BMZ und zahlreiche Organisationen der deutschen Entwicklungspolitik fördern durch ihre Netzwerke, ihre besonderen Länderkenntnisse und auch durch finanzielle Unterstützungsprogramme die Erweiterung der Geschäftstätigkeit von Mittelständlern in Entwicklungsländern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft im Rahmen des Programms develoPPP.de. Bis heute wurden rund 1.400 Maßnahmen gefördert. Im Fokus lagen dabei Projekte zur Förderung der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung, Landwirtschaft, Umwelt sowie Gesundheit.

Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

(Redaktion)


 


 

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