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Steigende Mietpreise in Hannover

Die Nachfrage ist groß: Wohn- und Geschäftshäuser in Hannover sind bei Privatinvestoren sehr gefragt. Der Marktbericht von Engel & Völkers Commercial sieht ein Umsatzplus von 14 Prozent.

Eine hohe Nachfrage kennzeichnet den Markt für Wohn- und Geschäftshäuser* in Hannover. 2011 erhöhte sich die Zahl der Verkäufe von 336 auf 369. Das Umsatzvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent von 231 auf 263 Millionen Euro.

Geringer Leerstand und steigende Mieten

Die hohe Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt hat auch einen geringen Leerstand und somit steigende Mieten zur Folge. Der Leerstand ist besonders in den innenstadtnahen Stadtteilen stark gesunken. Aber auch in den einfachen Lagen kommt es wieder schneller zur Vermietung. „Mit einer Leerstandsquote von 2,6 Prozent liegt Hannover deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 3,7 Prozent“, so Peter Hanel, Leiter Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial Hannover.

Mietspanne von 4,00 bis 12,50 €/qm

Auswirkungen auf die Mieten seien vor allen in den guten und sehr guten Lagen spürbar. In den sehr guten Lagen bewegten sie sich derzeit zwischen 7,00 und 12,50 Euro pro Quadratmeter, in den guten Lagen zwischen 6,00 und 9,50 Euro. In den mittleren Lagen reiche die Spanne von 5,00 bis 6,50 und in den einfachen Lagen von 4,00 bis 5,50 Euro pro Quadratmeter.

Entwicklungspotenzial in einigen Stadtteilen

Zu den sehr guten Lagen gehören laut Engel & Völkers Commercial vor allen die Stadtteile Oststadt, Südstadt, Zoo und Teile der List. Im Fokus des Interesses stünden dort sowohl Wohn- und Geschäftshäuser aus der Zeit der Jahrhundertwende als auch aus den 50er und 60er Jahren. „Eine aufstrebende Lage ist nach wie vor der multikulturell geprägte Stadtteil Linden“, berichtet Hanel. Diese Entwicklung lasse sich rund um den Marktplatz in Linden-Mitte und am nahegelegenen Lichtenbergplatz deutlich erkennen. „Auch der südlich gelegene Stadtteil Döhren birgt mit seiner Gründerzeitbebauung noch Potenziale“, so der Immobilienexperte. Westlich der Leine seien tendenziell die einfacheren Lagen zu finden. Sowohl das Stadtentwicklungsprojekt Wasserstadt Limmer, das schon im nächsten Jahr beginnen könnte, als auch das Mehrgenerationenwohnbauprojekt an der Gartenschule Ahlem könnten Bewegung in die westlichen Lagen bringen. Die Stadtteile südlich der Herrenhäuser Gärten könnten sich damit den Lagen am östlichen Ufer der Leine anpassen.

Lokale Privatinvestoren sehr aktiv 

„Das Marktgeschehen bestimmen vorwiegend lokale Privatinvestoren“, betont Hanel. Wegen der relativ stabilen Renditen, des erwarteten Anstiegs der Inflationsrate und der momentan günstigen Zinsen stiegen aber auch vermehrt junge Privatinvestoren in den Immobilienmarkt ein. Auf den freien Markt kämen zunehmend Objekte aus der Hand von Erbengemeinschaften. „Die Käufer arbeiten sowohl mit hohem Eigenkapitaleinsatz als auch komplett mit Fremdkapital, zumal die Darlehenszinsen derzeit historisch günstig sind“, heißt es gegen Ende des Marktberichts. Der Nachfrageüberschuss führe häufig zu einer schnellen Kaufentscheidung .

Quelle: Engel & Völkers Commercial

*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind.

(Redaktion)


 


 

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