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Wohnungsmangel in Deutschland?

Laut Immobilienverband Deutschland sinkt die Bereitschaft, in Mietflächen zu investieren und Neubautätigkeiten haben stark abgenommen. Dadurch gibt es weniger Mietflächen und die Preise steigen. Das belegt auch eine aktuelle Studie.

Wie stark das Ausmaß fehlender Mietobjekte tatsächlich ist, belegt die aktuelle Studie des Eduard Pestel Instituts in Hannover, wonach bis zum Jahr 2025 deutschlandweit 400.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden müssten. Die Realität sieht aber anders aus: Nicht einmal die Hälfte der benötigten Wohnungen wird derzeit fertiggestellt.

Die Ergebnisse der Studie stützen sich in der Hauptsache auf demografische Entwicklungen, berücksichtigen jedoch gleichermaßen nicht sanierungswürdige ältere Bauten, die einem Neubau weichen müssten. Die Studie nennt dabei als Haupthindernis die gegenwärtige Förderpolitik von Bund und Ländern, die Neubauvorhaben vernachlässigt. Aufgrund der eingebrochenen Baugenehmigungen werden gravierende Auswirkungen auf die Wohnungsmärkte erwartet.

Der Vorsitzende des Immobilienvebands Deutschland, Region Nord-West, Michael Bruns, betont, dass der Mangel an Wohnraum schon längst nicht mehr auf die Ballungszentren beschränkt sei. Außerdem sei bei fehlender politischer Korrektur ein bezahlbares und den individuellen Bedürfnissen angepasstes Wohnen in absehbarer Zeit nicht mehr möglich. Um die daraus resultierenden Probleme wie soziale Spannungen und erhöhte Kostenbelastung der Sozialsysteme einzudämmen, fordert Michael Bruns bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Wohnimmobilien und steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Wohneigentumsbildung.

(Redaktion)


 


 

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