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Sechs wichtige Tipps gegen Internet-Abzocke

Seit dem 1. August 2012 gibt es ein neues Gesetz gegen Kostenfallen im Internet. Es sieht vor, dass der Nutzer bei Online-Bestellungen ausdrücklich auf zusätzliche Kosten hingewiesen werden muss. Doch das Gesetz wird vermutlich nicht alle Betrüger stoppen und gilt auch nur für den deutschen Raum: Deswegen hier die wichtigsten Tipps gegen Abzocke im Internet:

1. Geben Sie so wenig wie nötig preis 

Ihre Daten sind persönlich, und das sollten sie auch bleiben! Bei kostenlosen Web-Inhalten müssen in der Regel weder Name noch Anschrift und erst recht nicht noch sensiblere Daten wie Telefonnummern oder Kreditkartendaten angeben werden.

2. Das Kleingedruckte
Versteckte Kosten lauern häufig in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die mit einem zusätzlichen Klick bestätigt werden. Gerade bei unbekannten Unternehmen müssen Sie sich die Zeit für eine genaue Prüfung des Kleingedruckten nehmen. Seriöse Anbieter nennen im Impressum Anschrift und Kontaktdaten des Verantwortlichen.

3. Im Zweifelsfall nicht bezahlen
Fühlen Sie sich getäuscht ? Dann zahlen Sie zunächst auf keinen Fall. Nutzer sollten sich nicht beeindrucken lassen, wenn mit Anwälten, Inkasso oder Strafanzeige gedroht wird. Hier wird häufig eine Drohkulisse aufgebaut. Rechtlich gesehen haben Betrüger kaum Chancen, es kommt fast nie zu Gerichtsprozessen. Betroffene, die voreilig zahlen, erkennen dadurch die unseriösen Verträge dagegen an und können sich nicht mehr wehren.

4.Verträge widerrufen
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen: fechten Sie den vom Anbieter behaupteten Vertrag an und widerrufen Sie ihn anschließend, am besten per Einschreiben. Musterbriefe gibt’s Online bei Stiftung Warentest und den Verbraucherzentralen.

5. Mahnbescheid widersprechen
Bleiben die Betrüger hartnäckig, kann Ihnen sogar ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt werden. Auf diesen müssen Sie unbedingt reagieren und innerhalb von 14 Tagen schriftlich (unbegründeten) Widerspruch einlegen. Der Widerspruch ist meist ausreichend, zu einer Klage kommt es in den meisten Fällen nicht.

6. Eltern haften nicht für Kinder
Wer noch nicht volljährig ist, der darf auch keinen teuren Abo-Vertrag abschließen. Ohne die Zustimmung der Eltern ist der Vertrag wirkungslos, selbst wenn bei den Altersangaben geschummelt wurde. Aber Achtung, liegt der zu zahlende Beitrag unter dem üblichen Taschengeldpreis können auf die Sprösslinge und ihre Eltern Kosten zukommen.

Quelle: BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

(Redaktion)


 


 

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