Sie sind hier: Startseite Niedersachsen-Ost Finanzen
Weitere Artikel
Werbeverbot

LG Hannover: Ausländische Glücksspielanbieter müssen sich an deutsches Werbeverbot im Internet halten

Das Landgericht Hannover hat entschieden, dass ein ausländischer Anbieter von Glücksspielen nicht einfach mit seiner Werbung an Publikum aus Deutschland wenden darf.

Die 5. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Hannover hat es einem in London ansässigen Anbieter von Internetglücksspielen untersagt, auf Internetseiten, die in Deutschland abgerufen werden können, für Glücksspiele zu werben. Die Richter gaben damit einer Klage der Toto-Lotto Niedersachsen GmbH statt (Az. 25 O 98/10).

Die Werbung des beklagten Anbieters auf deutschen Internetseiten verstoße gegen das generelle Verbot von Werbung für Glücksspiele im Internet aus dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV), befanden die Richter. Die Kammer zeigte sich dabei davon überzeugt, dass sich die Beklagte mit ihrem Internetauftritt zielgerichtet und gewollt zumindest auch an Spielteilnehmer aus Deutschland gerichtet habe.

Das generelle Internetwerbeverbot aus dem GlüStV verstoße darüber hinaus auch unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu staatlichen Monopolen bei Sportwetten nicht gegen EU-Recht. Auch im Falle der Europarechtswidrigkeit eines staatlichen Glücksspielmonopols sei das generelle Verbot der Internetwerbung für das Glücksspiel mit EU-Recht vereinbar, da der nationale Gesetzgeber den Vertriebskanal Internet bei Glücksspielen gesondert regeln könne, so die Kammer.

Quelle: Pressemitteilung des LG Hannover

(Rafaela Wilde)


 


 

Glücksspiel
Internet
Werbung
Deutschland
Anbieter
Landgericht Hannover
Internetwerbeverbot
EU-Recht
LG Hannover

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Glücksspiel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: