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Kooperation

„Kleine Herzen Hannover“ kooperieren mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover

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Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) besitzt weltweites Renommee. Das bedeutet aber auch, dass Kranke aus vielen Ländern kommen, um in Hannover behandelt zu werden. Beispiel Kinder-Herzchirurgie: Junge Patienten aus der Türkei und aus arabischen Staaten werden hier ebenso operiert wie Kinder aus Russland oder Albanien. Oft werden sie von ihren Eltern begleitet, und die wollen natürlich wissen, wie es um ihre Kleinen steht. Patientengespräche sind nötig, Formulare müssen ausgefüllt werden. Vor allem aber: Fragen, viele Fragen. Ängste, auf die angemessen reagiert muss! Nicht immer steht ein Arzt oder eine Pflegekraft bereit, die Arabisch, Türkisch, Russisch oder eine andere Sprache beherrschen.

Hier wird künftig das Ethno-Medizinische Zentrum (EMZ) Hannover helfen: Auf Initiative des Vereins „Kleine Herzen Hannover“ bieten der bekannte Medizin-Soziologe Ramazan Salman und seine Mitstreiter einen Dolmetscher-Dienst in über 50 Sprachen an.

„Verstehen bedeutet Sicherheit. Mit den Problemen und Fragen allein gelassen werden, bedeutet neue Sorgen, und die sind das Letzte, was die Eltern eines schwer kranken Kindes brauchen“, betont Salman. Als Geschäftsführer des EMZ gründete er 1989 den ersten medizinischen Dolmetscherdienst in Deutschland und bildet bundesweit Migranten zu medizinisch versierten Dolmetschern für das Gesundheitswesen aus.

Der Dolmetscher-Dienst kommt aber nicht nur den ausländischen Patienten und ihren Familien zugute: Der ganze Tagesablauf auf den Kinder-Herzstationen wird ruhiger. Ira Thorsting, 2. Vorsitzende des Vereins „Kleine Herzen Hannover“: „Seit einem Dreivierteljahr finanzieren wir zusammen mit der Robert-Enke-Stiftung die psychologische Betreuung der Angehörigen von herzkranken Kinder. Die wollen wir jetzt auf die ausländischen Familien ausdehnen.“

"Eine Abteilung, die kleine Patienten aus aller Herren Länder behandelt, muss im wahrsten Sinne des Wortes Verständnis für die ihr anvertrauten Kinder aufbringen können. Das aber setzt zunächst einmal das Verstehen ihrer Sprache voraus. Dabei unterstützen uns die Initiative der Kleinen Herzen und das Ethno-Medizinische Zentrum in hervorragender Weise. So leisten beide Institutionen nicht nur einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Verständnis, sondern auch zum Therapieerfolg“, betont Prof. Dr. Armin Wessel, Leiter der Pädiatrischen Kardiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover.

Quelle: Kleine Herzen Hannover e.V.

(Redaktion)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Kleine Herzen Hannover e.V.


 

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