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UN-Klimakonferenz

Zum Start der Klimakonferenz in Kopenhagen

Heute fällt der Startschuss: Bis zum 18. Dezember werden Regierungsvertreter aus 192 Staaten darüber diskutieren, wie man der drohenden Klimakatastrophe entgegen wirken kann. Wie ist der Welt-Klimagipfel historisch begründet? Wir stellen die vergangenen Klimakonferenzen und deren Ergebnisse vor.

COP1 1995: Berlin

Die 1. Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties COP) hat in Berlin stattgefunden. Schwerpunktthema war die Verringerung von Treibhausgasemissionen. Dafür wurde das „Berliner Mandat“ verabschiedet, in dem eine zweijährige Analyse- und Auswertungsphase festgesetzt wurde. Dieses sah vor, bis zur nächsten Vertragsstaaten-Konferenz (Kyoto 1997) ein verbindliches Protokoll mit Reduktionszielen und -fristen für die Industrienationen zu verhandeln.

COP2 1996: Genf

Auf der 2. Vertragsstaatenkonferenz in Genf konnten keine nennenswerten Fortschritte erzielt werden. Wichtigstes politisches Signal war die „Ministerial Declaration“: In dieser Erklärung wird verlangt, bindende Reduktionsziele für Industriestaaten im Protokoll festzulegen. Das IPCC, ein Wissenschaftlergremium der Vereinten Nationen, hatte im Vorfeld der zweiten Vertragsstaatenkonferenz seinen zweiten umfassenden Bericht vorgelegt. Die zentrale Aussage dieses Berichts lautet: "Die Abwägung der Erkenntnisse legt einen erkennbaren menschlichen Einfluss auf das globale Klima nahe".

COP3 1997: Kyoto

Erfolgreicher Abschluss in Kyoto, Japan: ein Protokoll über völkerrechtlich verbindliche Emissionsbegrenzungen und -reduktionen von treibhauswirksamen Gasen wurde im sogenannten Kyoto-Protokoll verabschiedet. Demnach müssen die Industrieländer ihre Emissionen von sechs Schlüssel-Treibhausgasen bis zum Jahr 2010 im Schnitt um fünf Prozent gesenkt haben (bezogen auf die Werte von 1990). Die EU verpflichtete sich zu einer Reduktion der Treibhausgase von 8% bis zum Zeitraum 2008-2012, mit dem Jahr 1990 als Referenzjahr. Die einzelnen europäischen Länder haben dabei sehr unterschiedliche Reduktionsziele ausgehandelt (z. B. Österreich 13 %). Das Kyoto-Protokoll trat am 16.2 2005 in Kraft.

COP4 1998: Buenos Aires

Im Mittelpunkt stand die Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Dabei wurde ein Arbeitsplan verabschiedet, der die nachfolgenden Etappen für die Ausgestaltung der Klimaschutz-Maßnahmen fest vorgibt.

COP5 1999: Bonn

Auf der 5. Vertragsstaaten-Konferenz gab es keine wesentlichen Fortschritte.


 


 

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